Elektrisch mobil und vernetzt

„Ich freue mich, dass wir in Rheinland-Pfalz schon auf ein bestehendes Netzwerk in Sachen Elektromobilität zurückgreifen können“ mit diesen Worten begrüßte Ernst-Christoph Stolper, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4. Netzwerktreffens in Koblenz. Dabei betonte er, dass E-Mobilität längst keine Nische mehr ist und die Frage nach den Märkten der Zukunft heute im Fokus steht. „Rheinland-Pfalz hat hier Kernkompetenzen, die im Netzwerk gebündelt sind“ so Stolper weiter. Rund 40 Akteure aus den Bereichen Automobil- und Energiewirtschaft, Handwerksbetriebe, Kommunen, Verkehrsbetriebe und Wissenschaft hatten sich zum fachlichen Austausch und Diskussionen rund um das Thema Elektromobilität eingefunden. Neben Informationen zum Sachstand in Sachen Begleitforschung und den geplanten Feldtests stand auch ein abschließender Besuch des E-Mobilitätspavillons auf der BUGA 2011 der Stadt Koblenz und der KEVAG auf dem Programm. Informationen zum Netzwerk unter www.emobil-rlp.de

Der Forschungsverbund des Landesnetzwerkes besteht aus dem LRS – dem Lehrstuhl für Regelungssysteme und dem imove – Institut für Mobilität & Verkehr der Technischen Universität Kaiserslautern, dem IfaS – Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Fachhochschule Trier, dem IZES – Institut für ZukunftsEnergieSysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Saarland sowie der TSB – Transferstelle Bingen der Fachhochschule Bingen. Gefördert wird das Landesnetzwerk vom MWKEL und vom ISIM in Mainz.

Das Umweltamt der Stadt Koblenz hat, zusammen mit der KEVAG als Kooperationspartner, ein eigenes Projekt zur Einführung und Förderung der Elektromobilität in Koblenz gestartet, welches in das Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz integriert ist. Im Zuge dieses Projektes soll die benötigte Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Koblenz errichtet und Fahrzeuge für Praxistests angeschafft werden. Kooperationspartner in Koblenz sind die Stadtverwaltung, Pflege- und Medikamentendienste von Marienhof und Brüderkrankenhaus sowie die Caritas. Getestet werden Ladeinfrastruktur, Elektroautos und Pedelecs im alltäglichen Gebrauch. Die Ergebnisse dieser Feldtests sind in die Forschungsaktivitäten des Netzwerks Elektromobilität Rheinland-Pfalz integriert, mit dem Ziel Lösungsmöglichkeiten und so genannte „Best Practice – Beispiele“ für eine elektromobile Zukunft zu erarbeiten.

In einem touristischen Konzept und durch die Präsentation auf der nachhaltigen Bundesgartenschau 2011 soll die Bevölkerung auf Elektromobilität neugierig gemacht werden, Fragen werden beantwortet und in diesem Zusammenhang wird ein Denkanstoß für so wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Lärmminderung gegeben.

Ein großartiges und innovatives, elektrisch und mit regenerativen Energien betriebenes, Fahrzeug hat jetzt schon Millionen Besucher auf der BUGA 2011 begeistert – die Seilbahn.

Hintergrund:
Zur Einführung und Förderung der Elektromobilität in Rheinland-Pfalz wurde ein Netzwerk mit Partnern aus der (Zuliefer-)Industrie, Fuhrpark- und Parkraumbetreibern, der Energie¬wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft eingerichtet. Von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz werden die Ministerien für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) und des Innern, für Sport und Infrastruktur (ISM) eingebunden.
Um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen, bedarf es einer Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Die Elektromobilität ermöglicht insbesondere bei direkter Nutzung regenerativ erzeugter Energie die Vermeidung von Treibhausgas- und Feinstaubemissionen sowie eine deutliche Lärmminderung in den Innenstädten. Die Bundesregierung formuliert das Ziel, innerhalb der nächsten zehn Jahre Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Zur Einführung und Förderung der Elektromobilität in Rheinland-Pfalz wurde daher das Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz eingerichtet. Für das Land stehen vorrangig Anwendungsmöglichkeiten der heute und in den kommenden Jahren verfügbaren Fahrzeuge, deren infrastrukturelle Versorgung und die Einbindung der Elektromobilität in die Stromnetze der Zukunft im Vordergrund. Dabei sollen ausschließlich erneuerbare Energien für die Elektroautos zum Einsatz kommen. Neben wissenschaftlichen Untersuchungen in den oben genannten Bereichen sind umfangreiche Feldtests in Kooperation mit allen Netzwerkpartnern geplant. Schwerpunkte sind die „kommunale“ Elektromobilität (Fahrzeuge von Kommunen, Sozialdienste, Kirchen, Behördenfahrzeuge, Auslieferungsfahrzeuge, Kundendienstfahrzeuge etc.) und der Bereich des Car-Sharings, welche durch die E-Mobility-Kampagne der Bundesregierung nur unzureichend abgedeckt werden. Das Öffentlichkeitskonzept bzw. die im Rahmen des Netzwerks geplanten Feldtests binden die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz als zentrales Element zur Präsentation und Erlebbarkeit von Ergebnissen ein.
Das beiliegende Foto zeigt ein Elektrofahrzeug.
Kontakt und Ansprechpartner (auch für Bildmaterial):
TU Kaiserslautern
Institut für Mobilität & Verkehr
Paul-Ehrlich-Str. 14
D-67633 Kaiserslautern
Dipl.-Ing. Sascha Baron
Tel: 0631/205-3813
Fax: 0631/205-3905
E-Mail: sascha.baron(at)imove-kl.de

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Sascha Baron TU Kaiserslautern

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