Wasserstoffverband will Fahrplan für den Aufbau einer Infrastruktur aufstellen

Teil einer künftigen Wasserstoffinfrastruktur können größere zentrale Anlagen sein, wo das Gas verflüssigt und für den Transport zu den Tankstellen vorbereitet wird.

Eine „Roadmap für die Wasserstoffinfrastruktur Deutschlands“ soll Lücken im Versorgungsnetz aufzeigen und Strategien für den weiteren Aufbau entwickeln helfen. Herausgegeben wird das Papier vom Deutschen Wasserstoffverband (DWV), der dabei vor allem den Einsatz von Wasserstoff im Verkehr im Blick hat. Die Aktion hat ihr Vorbild in den USA, wo vor einigen Monaten in Zusammenarbeit von Energieversorgern und Anwendern ein ähnliches Projekt gestartet ist.

Für stationäre Anwendungen sei über die Erdgasversorger ein gutes Versorgungsnetz gegeben. Gleiches gelte für die kleinen mobilen Anwendungen wie Laptops und andere Kleingeräte, wo das Vertriebsnetz der Händler ausreiche, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Dringend sei dagegen der Aufbau eines Tankstellennetzes, für den der DWV in der „Roadmap“ mögliche Strategien und Zeitpläne aufstellen will. Der Verband will dazu mit den führenden Vereinigungen zusammenarbeiten, die ähnliche Ziele verfolgen, darunter die „Clean Energy Partnership“, ein Verbund aus deutschen Autoherstellern und Energiehändlern und das Projekt CUTE, das in vielen europäischen Städten Tests mit Wasserstoffbussen auf den Weg bringt. Mit den Konzepten soll das „Henne-Ei-Problem“ gelöst werden, nach dem Wasserstofftankstellen erst entstehen, wenn die zugehörigen Autos auch zu kaufen sind und umgekehrt.

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Ulrich Dewald Initiative Brennstoffzelle

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