Von wegen lahme Ente!

Enten-Männchen haben jetzt im Hochsommer kräftig Federn gelassen und dabei ihre Flugfähigkeit teilweise verloren.

Ohne die großen Stoß- und Flügelfedern ist auch der stolzeste Erpel eher eine lahme Ente. „Deshalb suchen Erpel während der Mauser vorsichtshalber Deckung im Schilf“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung.

„In dieser Zeit sind selbst die selbstbewussten Erpel zurückhaltend und scheu“, sagt Goris. Spaziergänger sollten auf die Mauser Rücksicht nehmen und Enten nicht aufscheuchen. Doch es dauert nicht mehr lange, bis die großen Federn an den Schwingen nachgewachsen sind.

Auch wenn die Enten-Männchen schon bald wieder fliegen können, ist ihr Prachtkleid erst im Oktober wieder vollends ausgebildet. Während die Enten-Damen eher unscheinbar in erdige Brauntöne gekleidet gut getarnt durchs Leben watscheln, sind Erpel richtige Angeber. Der Kopf ist metallic-grün, der Feder-Ring am Hals schneeweiß.

Im Flug fallen sofort die stahlblauen Federn der Flügel auf, die von weißen Spitzen optisch eingerahmt werden. Experten sprechen bei den farbigen Flecken auf den Schwingen vom „Spiegel“. Die aufgerollten Schwanzspitzen – auch Erpellocken genannt – erinnern ein wenig an die Elvis-Tolle.

„Federn sind nicht nur schön, sondern auch nützlich“, sagt die Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Eingefettet fördern sie die Schwimmfähigkeit, doch sie dienen auch der Kommunikation. Erpel tragen ein Prachtkleid, um im Herbst um die Weibchen zu werben.“ Im Feder-Kleiderschrank der Vögel gibt es Sommer- und Winterkleidung, Tarn- und Ruhegewänder sowie Prachtgefieder für die Brautschau. In die Mauser kommen alle Vögel, denn trotz penibler Pflege nutzt sich das Federkleid mit der Zeit ab und muss erneuert werden. „In dieser Zeit sind Vögel besonders störungsempfindlich“, sagt Goris und bitte um Rücksicht.

Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de

Media Contact

Eva Goris Deutsche Wildtier Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie

Der innovations-report bietet im Bereich der "Life Sciences" Berichte und Artikel über Anwendungen und wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Biologie, der Chemie und der Humanmedizin.

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Bakteriologie, Biochemie, Bionik, Bioinformatik, Biophysik, Biotechnologie, Genetik, Geobotanik, Humanbiologie, Meeresbiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Zoologie, Bioanorganische Chemie, Mikrochemie und Umweltchemie.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Funktionsweise von Adrenalin-bindendem Rezeptor entschlüsselt

Leipziger Biophysiker verfolgen Mechanismus der Signalübertragung im Körper nach. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) sind im menschlichen Körper allgegenwärtig und an vielen komplexen Signalwegen beteiligt. Trotz ihrer Bedeutung für zahlreiche biologische Vorgänge…

Eine Alternative für die Manipulation von Quantenzuständen

Forschende der ETH Zürich haben gezeigt, dass man die Quantenzustände einzelner Elektronenspins durch Elektronenströme mit gleichmässig ausgerichteten Spins kontrollieren kann. Diese Methode könnte in Zukunft in elektronischen Schaltelementen eingesetzt werden….

Neue Einblicke in das Entstehen kleinster Wolkenpartikel in der Arktis

Ny-Ålesund (Spitzbergen). Mobile Messgeräte ermöglichen die Untersuchung von atmosphärischen Prozessen in höheren Luftschichten, die von klassischen Messstationen am Boden bisher nicht erfasst werden. Die luftgetragenen Flugsysteme leisten somit einen wichtigen…

Partner & Förderer