Suche nach Therapien gegen Krebs

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Weiterführung des Sonderforschungsbereichs „Immuntherapie“ (SFB 685) bewilligt. Die Universität Tübingen erhält damit über die nächsten vier Jahre insgesamt 12,7 Millionen Euro, die in die Finanzierung von 50 Arbeitsplätzen fließen. Der neue Förderzeitraum beginnt am 1. Juli.

Ziel des Sonderforschungsbereichs ist es, Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Immunologie zu erarbeiten und dieses Wissen zur klinischen Anwendung zu bringen. Insbesondere untersuchen die Forscher im SFB 685 die Funktion der Moleküle, die wesentlich für die Individualisierung des Immunsystems verantwortlich sind. Da das Muster der sogenannten HLA-Moleküle in jedem Menschen anders ausgeprägt ist, reagiert auch jeder auf andere Weise gegen einen Infektionserreger. Auch bei Transplantationen müssen diese Unterschiede berücksichtigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Forschungsverbunds sind die Analyse der angeborenen Immunität und die Vorgänge, die bei einer Immunantwort in den Zellen ablaufen.

Das Ziel für die nächsten vier Jahre ist es, immunologisches Wissen in neue Behandlungsansätze gegen Krebs umzusetzen. Dies betrifft insbesondere die Therapie von Leukämien und damit verbundenen Virusinfektionen. So sollen Behandlungsansätze wie die Übertragung von Killerzellen vom gesunden Spender auf den Patienten sowie die Therapie von Leukämien und soliden Tumoren mit innovativen Antikörperkonstrukten und Fusionsproteinen weiterentwickelt werden. Nicht zuletzt will der Tübinger SFB die molekular definierte Immuntherapie mit individuell für jeden Patienten hergestellten Substanzen etablieren, die auf Genomsequenzen basiert.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee
Interfakultäres Institut für Zellbiologie Abt. Immunologie
Auf der Morgenstelle 15
72076 Tübingen
Tel.: (07071) 29-80991
E-Mail: rammensee[at]uni-tuebingen.de

Media Contact

Michael Seifert idw

Weitere Informationen:

http://www.sfb685.de/

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