Neue Norm-Entwürfe zur Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffdurchlässigkeit von Verpackungen

Norm-Entwürfe zur Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffdurchlässigkeit von Verpackungen liegen vor<br>

Für einen optimalen Qualitätsschutz werden immer häufiger sogenannte aktive Verpackungen eingesetzt, die in der Lage sind, Sauerstoff zu absorbieren. Damit diese aktiven Funktionen in der Praxis effizient charakterisiert werden können, wurden nun zwei neue Norm-Entwürfe erarbeitet. Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV war daran maßgeblich beteiligt.

Auf Lumineszenzlöschung basierende Methoden zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes finden bei der Charakterisierung von Sauerstoffabsorbern und der Bestimmung der Sauerstoffdurchlässigkeit von Verpackungsmaterialien wie z. B. bei sauerstoffabsorbierenden PET-Flaschen oder Folien zunehmend Anwendung.

Durch die langjährige Erfahrung des Fraunhofer IVV in der Entwicklung von Verpackungsmaterialien mit aktiven Funktionen wurden auf Vorschlag des Instituts und unter Einbeziehung der interessierten Kreise in dem Normungsgremium NA 115-02-06 AA „Aktive Verpackungen/Sauerstoffabsorber“ im Normenausschuss Verpackungswesen

(NAVp) im DIN die

E DIN 6139-2 „Verpackung – Sauerstoffabsorber für
Verpackungsanwendungen – Teil 2: Bestimmung der
Reaktionsgeschwindigkeit“ und
E DIN 53380-5 „Prüfung von Kunststoffen – Bestimmung der
Gasdurchlässigkeit – Teil 5: Sauerstoffspezifisches optisches
Gassammelverfahren zur Messung an Kunststofffolien und
Kunststoffformteilen“
erarbeitet. Die Forschungsarbeiten des Fraunhofer IVV zur Erstellung der Norm wurden in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekt durchgeführt.
Die Entwürfe können jetzt in gedruckter oder elektronischer Form
kostenpflichtig beim Beuth Verlag GmbH (www.mybeuth.de) erworben
werden. Eine kostenlose abschnittsweise Einsicht und Kommentierung der
Entwürfe ist über das Norm-Entwurfs-Portal des DIN
(www.entwuerfe.din.de) in der Zeit vom 8. November 2013 bis
8. März 2014 möglich. Alle eingehenden Stellungnahmen werden von dem
Arbeitsausschuss in einer Einspruchssitzung beraten. Die Einsprecher
erhalten dabei die Gelegenheit, ihre Position zu erläutern.
Ansprechpartner ist Sven Sängerlaub, Obmann im Normungsgremium
„Aktive Verpackungen/Sauerstoffabsorber“ und wissenschaftlicher
Mitarbeiter im Fraunhofer IVV, sven.saengerlaub@ivv.fraunhofer.de

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Unternehmenskommunikation Fraunhofer-Institut

Weitere Informationen:

http://www.ivv.fraunhofer.de

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