Das Herz verfügt über eigene Stammzellen

Wissenschaftler des New York Medical College haben die „Heimstatt“ von Stammzellen im Herzen entdeckt. Damit wird der Annahme Glaubwürdigkeit verliehen, dass das Herz sich selbst regenerieren kann. Diese Forschungsergebnisse eröffnen die Möglichkeit, dass die Herzstammzellen eines Tages dafür eingesetzt werden könnten, Gewebe zu reparieren, das durch eine Herzerkrankung geschädigt wurde. Herzerkrankungen gehören laut New Scientist heute noch in Amerika und Großbritannien zu den führenden Todesursachen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Da sich voll entwickelte Herzzellen nicht teilen, sind Experten davon ausgegangen, dass sich dieses Organ nach einer Verletzung nicht mehr regenerieren kann. 2003 entdeckten Forscher im Labor von Piero Anversa Stammzellen in den Herzen von Mäusen und in der Folge auch im Herzen von Menschen. Bisher war nicht bekannt, ob diese Stammzellen im Herzen angesiedelt sind oder von einem anderen Gewebe wie zum Beispiel dem Knochenmark dorthin wandern. Annarosa Leri begann daher, nach Nischen im Herzen zu suchen, wie zum Beispiel einer Anhäufung von undifferenzierten Zellen, gepaart mit den erforderlichen „Pflege“-Zellen. Beides Voraussetzungen für das Wachstum und die Entwicklung von Stammzellen.

Mit erwachsenen Mäusen als Modell lokalisierte die Wissenschaftlerin Nischen mit Herzstammzellen, die vor allem in den Vorhöfen des Herzens reichlich vorkamen. Es zeigte sich, dass sich die Stammzellen gemeinsam mit bereits reiferen Herzzellen in den Nischen zwischen Herzmuskelzellen versammelten. Das Team hat jetzt eine geringe Anzahl dieser Herzstammzellen bei Herzoperationen an Menschen entnommen, sie im Labor weitergezüchtet und sie dann in geschädigte Herzen von Ratten und Mäusen transplantiert. Laut Leri sind die Ergebnisse viel versprechend. Es könnten bessere Heilerfolge als mit Stammzellen aus dem Knochenmark erzielt werden. „Wir gehen davon aus, dass diese Zellen normalerweise neues Herzgewebe liefern sehr wahrscheinlich für die Regeneration von erkrankten Herzen besser geeignet sein werden.“

Ansprechpartner für Medien

Michaela Monschein pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.nymc.edu http://www.pnas.org

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