Das Verständnis für Muskeldystrophie verbessern

Genmutationen können verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der betroffenen Personen haben. Dies trifft auch auf Patienten der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zu; diese Genkrankheit wird durch Mutationen des Dystrophin-Gens verursacht und äußert sich in Form von Muskelschwund und geringen Überlebensraten.

Das Dystrophin-Protein ist ein fester Bestandteil der Muskelzellen, der die Struktur festigt und an den Permeabilitätsschranken der Zellmembran beteiligt ist. Nonsense-Mutationen in der Gencodierung dieses Proteins führen zu verminderten Dystrophin-Werten und folglich zu Muskelschwund, der sich schließlich auf die Herz- und Atemmuskulatur ausdehnt.

Die „Überwindung“ dieser Mutationen durch die Nutzung spezifischer genetischer Werkzeuge zur Gewinnung funktionaler Dystrophin-Moleküle war Teil der Zielstellungen des FINGER-Projekts der EU. Die Forscher am Leiden University Medical Centre entwickelten eine Reihe von Antisense-Oligonukleotiden als Grundlage für einen neuen therapeutischen Ansatz zur Behandlung von DMD. Das Ziel lag darin, genetische Bereiche zu „überspringen“, die diese Mutationen enthalten und die Codierung letztlich fortsetzen, und somit ein Endprodukt zu erzeugen.

Studien zeigen, dass der Antisense-Ansatz dazu genutzt werden könnte, eine Reihe der Mutationen innerhalb des Dystrophin-Gens zu korrigieren, und zur Synthese geringfügig kürzerer, aber funktionaler Dystrophin-Moleküle führt. Die Methode erwies sich bei rund 75% der verfügbaren Proben als wirksam und liefert so das Potenzial für eine breitere Anwendbarkeit.

Obwohl sich diese Forschung noch in einem frühen Stadium befindet, könnte sie, bei angemessener Unterstützung, eine klinisch anwendbare Therapie gegen DMD hervorbringen. Darüber hinaus könnten die im Rahmen des FINGER-Projekts getesteten und perfektionierten Methoden und Verfahren einen wertvollen Ausgangspunkt für ähnliche Studien in der Zukunft bilden.

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Paul Van Grevenstein ctm

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