Mikromischer aus Foturan-Glas machen den Erfolg transparent

Mikromischer aus Foturan-Glas geben den Durchblick bei Mischprozessen. Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung sind bereits beim Mischvorgang möglich. Quelle:Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH / Foto: J. Hartmann


IMM und mikroglas AG stellen neue Mischertypen auf der MICRO.tec 2000 vor. Der Einblick in einen Mischprozess via optische Analytik und die Prozesskontrolle war bei Mikromischern bisher nur schwer möglich. Das haben die mikroglas AG und das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) mit Mischern aus Glas jetzt geändert.

Auf der MICRO.tec in Hannover werden am 26.9.2000 neue Foturan-Mischertypen vorgestellt. Foturan ist ein Glastyp, der mikrostrukturiert werden kann. Unterschiedliche Geometrien der Mischkammer ermöglichen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Im Vergleich zur Durchführung mit einem klassischen Laborequipment verlaufen in Mikromischern einige Reaktionen um etwa den Faktor 10 schneller.
Anwendungsgebiete für die Mischer sind in der chemischen und in der pharmazeutischen Industrie möglich. Einen „Universalmischer“ für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gibt es nicht. Eine homogene Flüssig-Flüssig-Mischung kann zum Beispiel mit laminarer Strömung und kleinen Flüssigkeitsschichtdicken unter geringem Energieeintrag erreicht werden. Zur Herstellung einer Dispersion, bei der die Bildung der Tröpfchen bezüglich ihrer Größe kontrolliert wird, ist für manche Anwendungen ein hoher Druckabfall und ein hoher Energieeintrag notwendig. Um diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, haben die mikroglas AG und das IMM die Geometrie der Mischkammer variiert. Viele chemische Probleme können mit einem individuell geeigneten Mischertyp gelöst werden.
Mikromischer aus Edelstahl sind bereits länger bekannt und erlauben schnelle Mischzeiten oder etwa hervorragende Möglichkeiten zur Herstellungen von Dispersionen. Mikromischer aus Foturan-Glas sind in der Leistungsfähigkeit vergleichbar. Auch die Mischer aus Glas besitzen mikrometerfeine Kanäle. Das Potenzial der Foturan-Mischer konnte unter anderem mit der Hydrolyse von Benzalchlorid mit konzentrierter Schwefelsäure zu Benzaldehyd nachgewiesen werden. Normalerweise wird diese Reaktion bei 0°C durchgeführt. Mit dem Mikromischer kann diese Reaktion bei 60°C stattfinden und läuft etwa zehnmal schneller ab. Die neuen Mischertypen wurden vom IMM und der mikroglas AG entwickelt und können ab sofort bei der mikroglas AG erworben werden.
Kontakt:
mgt mikroglas technik AG, Galileo-Galilei-Str. 28, 55129 Mainz
Tel.: 06131 / 55 55 0-53
info@mikroglas.com

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Media Contact

Dr. Uwe Kleinkes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie

Der innovations-report bietet im Bereich der "Life Sciences" Berichte und Artikel über Anwendungen und wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Biologie, der Chemie und der Humanmedizin.

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Bakteriologie, Biochemie, Bionik, Bioinformatik, Biophysik, Biotechnologie, Genetik, Geobotanik, Humanbiologie, Meeresbiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Zoologie, Bioanorganische Chemie, Mikrochemie und Umweltchemie.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Zell-Eisenbahn – Computersimulationen erklären Zellbewegungen

Man blickt unter das Mikroskop: Eine Gruppe von Zellen bewegt sich langsam voran, hintereinander wie ein Zug über die Gleise. Dabei navigieren die Zellen durch komplexe Umgebungen. Wie sie das…

Wie Künstliche Intelligenz Maschinenstillstände verringert

Instandhaltung: Intelligente Algorithmen erkennen Fehler und Verschleißerscheinungen und die Smart Watch verrät dem Maschinenbediener, wie er die Störungen beheben kann: Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat zusammen mit Partnern aus…

Neuartiges Krebs-Therapeutikum

… mit Komponenten aus der Grundlagenforschung am FMP geht in klinische Phase. Wegweisende Innovationen von Forschenden des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) lieferten die Basis für die Entwicklung eines Antikörper-Wirkstoff-Konjugats…

Partner & Förderer