Erste 1.000 Schimmelchecks ausgewertet – jede 2. Probe weist erhöhte Belastung auf

20 % davon – also 12 % der insgesamt ausgewerteten Proben – liegen sogar in Bereichen, die als stark belastet eingestuft wurden und bei denen daher eine Gesundheitsgefährdung nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Weiters konnten aufgrund der Analysen vor allem die Schimmelgattungen „Aspergillus“ und „Penicillium“ als dominante und typische Belastungsquelle herausgearbeitet werden.

Diese Auswertung der Wissenschaftler der Austrian Research Centers (ARC) liegt, auch im Vergleich zu internationalen Studien, generell im Rahmen der zu erwartenden Ergebnissen, wenn auch der Anteil, der für den Menschen möglicherweise riskanten Belastungen ziemlich hoch ist, wie Univ.Doz. Joseph Strauss, führender Pilzgenomiker bei ARC, betont.

„Wir gehen davon aus, dass Personen, die bereits Verdachtsmomente bezüglich Schimmelaufkommen in den eigenen vier Wänden haben, zum SchimmelCheck greifen, jedoch ist der Vorsorgegedanke vor allem in Haushalten mit Kindern und älteren Menschen bzw. Allergikern auch nicht zu vernachlässigen“, erläutert Strauss die Motivlage der Anwender des Schimmeltests, mit denen die Pilzgenetiker sehr oft in direktem Beratungskontakt stehen.

„Eine Umlegung der Ergebnisse auf ganz Österreich ist mit dieser Stichprobe noch nicht möglich, jedoch geben uns die Testauswertungen bereits einen guten Überblick über die Belastungssituation in österreichischen Haushalten bzw. Arbeitsräumen. Wichtig ist auch die ausführliche Zusatzinformation zum Thema Schimmel, Belastungen, Allergien, Schimmelvermeidung, Kontaktadressen von Gutachtern und Sanierern. Mit diesem Schimmeltest erreichen wir eine große Gruppe von Personen direkt und können neben den Analyseergebnissen und ihrer Interpretation auch eine wichtige Informationsarbeit zu diesem Thema leisten“, so Strauss weiter.

Hauptursache Baumängel, gefolgt von Wasserschäden und falschem Lüften

In vielen Fällen wird das Wohnverhalten als Auslöser von Schimmelproblemen gesehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang aber eine Studie aus Deutschland, demnach liegt die Hauptschimmelquelle in Baumängeln, die z.B. bei Neubauten durch Restnässe hinter Möbeln oder unter Böden verursacht werden. Der zweithäufigste Grund liegt in der unzureichenden Behebung von Wasserschäden. „Ein großes Problem stellen auch nicht erkannte Wasserschäden dar, die hinter der Mauer liegen – eventuell durch Eintropfen aus Rohren der darüber liegenden Wohnungen – und somit überhaupt nicht repariert werden“, erläutert Mag. Thomas Schlatte von AQA, der die Ergebnisse der umfangreichen Kundenanfragen zusammenfasst, die bei dem Spezialisten für Gesundheits- und Umweltchecks eingegangen sind. Interessantes Detail ist, dass falsches Lüftungsverhalten erst an dritter Stelle der Schimmelursachen liegt.

„Lassen Sie sich nicht von schnell getroffenen Aussagen über ihr vermeintlich falsches Lüften abwimmeln, wenn es um die Kostenaufteilung für eine eventuell notwendige Schimmelbekämpfung geht“, rät Schlatte.

Der Schimmelcheck wurde von AQA als Spezialist für Gesundheits- und Umweltchecks gemeinsam mit Austrian Research Centers (ARC) entwickelt. Allen Befunden liegt nunmehr eine Schimmelfibel bei, die als zusätzliche Konsumenten-Information einen Überblick bietet, welche nächsten Schritte im Falle eines positiven Schimmmelbefundes zu setzen sind.

Der AQA Schimmelcheck ist seit Oktober 2007 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie österreichweit in allen Filialen von dm Drogeriemarkt erhältlich. „Wir erachten die Verwertung wissenschaftlicher Entwicklungen zum unmittelbaren Nutzen der Österreicherinnen und Österreicher als sehr wichtig. Genau das ist bei diesem innovativen Test geschehen, denn die einfache und zuverlässige Handhabung ist ein unmittelbarer Nutzen der anwendungsorientierten Forschung“, lobt Staatssekretärin Christa Kranzl.

Und so funktioniert der Test:

Eine Schimmel-Testbox ist in jedem dm dorgeriemarkt erhältlich. Diese Testbox enthält drei Petrischalen mit einem speziell entwickelten Nährboden. Eine Schale wird nahe der (vermuteten) Schimmelquelle aufgestellt. Die anderen beiden möglichst weit entfernt im selben Raum, bzw. im Außenbereich, also z.B. am Fensterbrett. Der Raum soll zuvor sechs Stunden nicht gelüftet werden und sollte während der Testphase möglichst nicht betreten werden, damit die Ergebnisse nicht verfälscht werden. Nach mindestens vier Stunden werden die Schalen wieder eingesammelt und verschlossen. Die Testbox kann in den Briefkasten geworfen oder bei der Post abgegeben werden und wird direkt ins Testlabor geschickt, wo die Auswertung erfolgt.

AQA GmbH
Manuela Bruck
Tel: +43/1/968 73 18-300
E-Mail: mbruck@aqa.at

Media Contact

Michael Hlava idw

Weitere Informationen:

http://www.arcs.ac.at http://www.aqa.at

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