Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere

Wie sollen lebenswerte Stadtquartiere in Zukunft aussehen? Wie können Familien und ältere Menschen ihr Zuhause in den Städten (wieder-)entdecken? Was sind die Aufgaben von privaten und staatlichen Akteuren bei der Entwicklung von Stadtquartieren für Alt und Jung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“.

Seit Ende 2006 untersucht das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in 26 Modellvorhaben und zwei Modellregionen die Strategien von Kommunen, privaten Trägern und Wohnungsunternehmen, Stadtquartiere für alle Generationen attraktiv zu gestalten. In drei Heften der Schriftenreihe „Werkstatt: Praxis“ zu den Themenschwerpunkten des Forschungsfeldes werden die Ergebnisse der Fallstudien vorgestellt. Sie liefern Bausteine innovativer und praxiserprobter Strategien für Kommunen, Wohnungsunternehmen und private Initiativen:

o Funktionierende Nachbarschaften können nur entwickelt werden, wenn differenzierte Wohnangebote für alle Gruppen im Quartier zur Verfügung stehen. Dies verdeutlicht die Auswertung von zehn Fallstudien aus dem Schwerpunkt „Attraktives Wohnen im Quartier“. Darüber hinaus benötigen die Quartiere eine übergeordnete Steuerung, die alle Akteure im Quartier zusammenbringt. Voraussetzung ist eine engagierte Kommunalverwaltung und die Zusammenarbeit mit Bürgern und Kooperationspartnern.

o Gemeinschaftseinrichtungen bieten Raum für bürgerschaftliche Aktivitäten und eröffnen Chancen, Vorhandenes zusammenzuführen und durch neue Aktivitäten zu bereichern. Das zeigen die zehn Fallstudien des Schwerpunktes „Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier“. Für erfolgreiche Trägerstrukturen gibt es jedoch keine Patentrezepte. Unverzichtbar ist, lokales Engagement zu wecken und gerade aus der Vielfalt einen gemeinsamen Nutzen für Jung und Alt zu schöpfen.

o Die neun Fallstudien des Schwerpunktes „Gestaltung urbaner Freiräume“ machen deutlich, dass ein Zusammenwirken verschiedener Akteure nötig ist, um Freiräume für Jung und Alt zu schaffen. Da die öffentliche Hand nicht mehr in der Lage ist, allen Anforderungen nachzukommen, stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierbarkeit des Um- und Ausbaus und der Unterhaltung. Hier ist eine Aktivierung und Beteiligung aller Quartiersakteure, junger und alter Bewohner ebenso wie der Gewerbetreibenden, erforderlich.

BMVBS/BBR (Hrsg.): Attraktives Wohnen im Quartier. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“. Werkstatt: Praxis Heft 59, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-959-5

BMVBS/BBR (Hrsg.): Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“. Werkstatt: Praxis Heft 60, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-960-1

BMVBS/BBR (Hrsg.): Gestaltung urbaner Freiräume. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“. Werkstatt: Praxis Heft 61, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-961-8

Die Hefte können kostenlos beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bestellt werden: stadtquartiere@bbr.bund.de

Für Rezensionsexemplare wenden Sie sich bitte an: Katina Gutberlet, Referat I 7 – Wissenschaftliche Dienste, Tel: +49(0)22899.401-1595, katina.gutberlet@bbr.bund.de

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der wissenschaftliche Bereich des BBR unterstützt die Bundesregierung fachlich bei Aufgaben der Raumentwicklung, der Stadtentwicklung, des Wohnungswesens und bei Grundsatzfragen des Bauwesens.

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