Demografie, Wohnen, Arbeitsmarkt: Wie Statistik Trends in den Großstädten erklären kann

Familien mit Kindern suchen wieder verstärkt nach Wohnmöglichkeiten in der Stadt. Auf angespannten Immobilienmärkten ziehen junge Familien hingegen eher an den Stadtrand oder ins Umland.

Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Informationen zur Raumentwicklung vorgestellt wird. Das Heft mit dem Titel „StadtZoom“ blickt in die deutschen Großstädte. Im Mittelpunkt stehen kommunalstatistische Datenkataloge und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Stadtforschung.

Welche Altersgruppen wohnen in welchem städtischen Umfeld? Wer zieht in die Städte und in welche Quartiere? Lassen sich Phänomene wie Polarisierung, Segregation und Konzentration von Bevölkerungsgruppen empirisch untermauern? Diese Fragen lassen sich mit Hilfe von Stadtteilstatistiken beantworten. Das Heft präsentiert Kooperationsprojekte von Kommunen und amtlichen Stellen wie die „Innerstädtische Raumbeobachtung“. Sie umfasst Bevölkerungs-, Wanderungs- und Arbeitsmarktstatistiken von 3.000 Stadtteilen aus 50 deutschen Großstädten.

Anhand von Anwendungsbeispielen wird gezeigt, wie dieser Datenkatalog und weitere Sammlungen für eine Analyse städtischer Entwicklungen genutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise KOSTAT von der Arbeitsgemeinschaft Kommunalstatistik und das Urban Audit, ein Informationssystem, das europäische Städtevergleiche ermöglicht. Die kommunalstatistischen Daten schließen Lücken in der amtlichen Statistik von Bund und Ländern, die an den Gemeindegrenzen endet.

Die Veröffentlichung richtet sich an alle, die an Städtestatistik interessiert sind sowie an Forscherinnen und Forscher, die städtische Trends auch mit Zahlen unterfüttern möchten. Die Beiträge mit vielen methodischen Hinweisen sollen die Arbeit mit diesen Daten fördern.

Die Ausgabe „StadtZoom“ kann zum Preis von 19 Euro per E-Mail an service@steiner-verlag.de bestellt werden.

Inhaltsübersicht und Bezugshinweise: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/izr_node.html

Kontakt:

Christian Schlag
Stab D „Leiter BBSR“
Tel. :+49 228 99401-1484
christian.schlag@bbr.bund.de
Dr. Gabriele Sturm
Referat I 6 – Raum- und Stadtbeobachtung
Tel. +49 228 99401-1360
gabriele.sturm@bbr.bund.de
Folgen Sie dem BBSR bei Twitter: http://www.twitter.com/bbsr_bund
**
Über die IzR: Informationen zur Raumentwicklung (IzR) ist eine Fachzeitschrift für räumliche Planung und Politik und ein Diskussionsforum an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Praxis in Deutschland. In ihren sechs Themenheften jährlich bezieht sie Stellung zu Aufgaben in der Raum- und Stadtentwicklung sowie im Wohnungswesen. Herausgeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen

Die zukunftsorientierte Gestaltung unseres Wohn- und Lebensraumes erhält eine immer größer werdende Bedeutung. Die weltweite Forschung in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Nachhaltiges Bauen, innovative Baumaterialien, Bautenschutz, Geotechnik, Gebäudetechnik, Städtebau, Denkmalschutz, Bausoftware und Künstliche Intelligenz im Bauwesen.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Zukunft der Robotik ist soft und taktil

TUD-Startup bringt Robotern das Fühlen bei. Die Robotik hat sich in den letzten Jahrzehnten in beispiellosem Tempo weiterentwickelt. Doch noch immer sind Roboter häufig unflexibel, schwerfällig und zu laut. Eine…

Stabilität von Perowskit-Solarzellen erreicht den nächsten Meilenstein

Perowskit-Halbleiter versprechen hocheffiziente und preisgünstige Solarzellen. Allerdings reagiert das halborganische Material sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede, was im Außeneinsatz rasch zu Ermüdungsschäden führen kann. Gibt man jedoch eine dipolare Polymerverbindung zur…

EU-Projekt IntelliMan: Wie Roboter in Zukunft lernen

Entwicklung eines KI-gesteuerten Manipulationssystems für fortschrittliche Roboterdienste. Das Potential von intelligenten, KI-gesteuerten Robotern, die in Krankenhäusern, in der Alten- und Kinderpflege, in Fabriken, in Restaurants, in der Dienstleistungsbranche und im…

Partner & Förderer