Strohballen ersetzen Steine und Beton

Häuser aus Stroh?

Was tun mit dem vielen Stroh? Bei uns wird Stroh, das nicht für die Viehhaltung gebraucht wird, üblicherweise gehäckselt und in den Boden eingearbeitet. Ganz anders in den Vereinigten Staaten. Dort baut man aus Strohballen inzwischen Häuser, Ställe, Lagerhäuser, Schulen oder Lärmschutzwände. Strohballen werden in den USA immer beliebter als Baustoff. Die Zeitschrift „Resource“ berichtete kürzlich über die vielfältigen Möglichkeiten von Strohballen als Baumaterial und seine Vorteile.

Gebäude aus Strohballen gelten als leise, sehr energieeffizient, dauerhaft, attraktiv und sogar feuerresistent. Inzwischen gibt es zahlreiche Seminare und sogar Schulen, die Bauherren über das vorteilhafte Bauen mit diesem natürlichen Rohstoff informieren. Dabei werden die Strohballen wie große Steine aufgesetzt. Die Wände werden auf beiden Seiten mit Maschendraht verstärkt. Sie können mit Kalk, Lehm oder Zement verputzt werden. Um Feuchtigkeit aus den Wänden herauszuhalten, erhalten Fenster und Türen größere Überstände. Die Lebensdauer solcher Strohhäuser wird auf 70 bis 100 Jahre geschätzt. – Je mehr das Interesse an Strohballen zunimmt, desto wichtiger wird es, möglichst gleichmäßige Ballen zu erhalten. Hier sind die Landmaschinenhersteller gefragt, die Pressentechnik weiter zu optimieren.

Media Contact

Renate Kessen aid PresseInfo

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen

Die zukunftsorientierte Gestaltung unseres Wohn- und Lebensraumes erhält eine immer größer werdende Bedeutung. Die weltweite Forschung in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Nachhaltiges Bauen, innovative Baumaterialien, Bautenschutz, Geotechnik, Gebäudetechnik, Städtebau, Denkmalschutz, Bausoftware und Künstliche Intelligenz im Bauwesen.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Wie entstehen Tics?

Charité-Team identifiziert Hirn-Netzwerk, das Tics auslöst. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein neuronales Netzwerk identifiziert, das für die Entstehung von Tic-Störungen verantwortlich ist. Eine Reizung dieses Netzwerks…

Schlaue Pakete fahren Bus und Bahn

Forschungsprojekt schafft Perspektiven für ländlichen Raum. Die Postkutsche brachte Pakete und Passagiere noch gemeinsam ans Ziel. Heute sind Güter- und Personenverkehr in Deutschland so gut wie immer strikt getrennt. Aber…

Neue Einblicke mit spezieller Laser-Messapparatur

Mit einer neuartigen, selbst entwickelten Laser-Messapparatur erzielten WissenschaftlerInnen der Universität Siegen neue Einblicke in eine besondere Art von Molekül-Verbindungen. Das völlig unterschiedliche Aroma von Minze und Kümmel wird von ein-…

Partner & Förderer