2009 noch mehr Chancen bei Gebäudesanierung: NRW-Wirtschaft profitiert von KfW-Mitteln

Im Rahmen des energetischen Gebäudesanierungsprogramms wird der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für 2009 unter anderem ein zusätzliches Kreditvolumen von 2,5 Mrd. Euro ermöglicht.

„Den Ball, den uns Berlin mit dem neuen Konjunkturprogramm im Bereich Gebäudesanierung zuspielt, möchte ich unbedingt aufnehmen“, so NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben. „Dazu kommt: Die Zinsen für die KfW-Finanzierungsangebote liegen derzeit bei unter 2 Prozent – wer jetzt nicht reagiert, verpasst eine Chance.

Energiesparmaßnahmen werden jetzt in einem Umfang wie noch nie zuvor gefördert oder über steuerliche Vergünstigungen unterstützt.“ Neben der energetischen Sanierung von Wohngebäuden und von Gebäuden der kommunalen Infrastruktur werden zukünftig auch der Austausch von Nachtstromspeicherheizungen sowie verstärkt quartiersbezogene Lösungen zur Wärmeversorgung gefördert. Neu hinzu tritt die Förderung der energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen, die Bestandteil des Maßnahmenpaketes „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“ ist. Großwohnsiedlungen weisen häufig eine schlechte Energiebilanz auf.

NRW profitierte in 2008 von der KfW
Nordrhein-Westfalen ist auch 2008 Groß-Profiteur von KfW-Mitteln gewesen: Allein die Mittel zur Gebäudesanierung werden sich bis Ende des Jahres wieder der Eine-Milliarde-Marke annähern. Bis Ende September 2008 flossen bereits über 715 Millionen Euro der KfW-Bankengruppe nach Nordrhein-Westfalen. Landesweit waren rund 14.000 Förderanträge mit einem Volumen von 715,1 Millionen Euro an die KfW zur Finanzierung der Wohnraummodernisierung gestellt und von dieser bewilligt worden.

„Das sind Investitionen, die vor allem der heimischen Bauwirtschaft und dem Handwerk zu Gute kommen. Dadurch konnten rund 13.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden“, so Ministerin Thoben. „Bereits zum Ende des 3. Quartals 2008 erreichen wir eine Steigerungsrate von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“ Zum Vergleich: Im Jahre 2007 flossen über das ganze Jahr 554 Millionen Euro für die Gebäudeertüchtigung nach Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt wurde bis zum 30. September in Nordrhein-Westfalen die energetische Sanierung von über 40.000 Wohneinheiten mit zinsgünstigen Bundesdarlehen gefördert – so viele, wie in keinem anderen Bundesland. „Unser Land muss sich mit seinen Verdiensten um eine zeitgemäße Nutzung von Energie und um die Umweltentlastung nicht verstecken. Wir dürfen uns aber anderseits auf den ersten Meriten noch nicht ausruhen. Deshalb wollen wir in nächsten Jahr noch mehr KfW-Mittel für die Gebäudesanierung nach Nordrhein-Westfalen holen“, so Ministerin Thoben. Dies soll durch die Gemeinschaftsaktion „Mein Haus spart“ gelingen, die von der EnergieAgentur.NRW koordiniert wird.

Seit Anfang 2007 bedenkt das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Besitzer von Immobilien, deren Gebäude die Neubauanforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) um 30 Prozent unterschreiten, mit einem erhöhten Teilschulderlass. Seit März 2007 werden über das Modellprojekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“ zusätzlich die Immobilienbesitzer belohnt, deren Wohngebäude die EnEV-Neubau-Anforderungen um mehr als 50 Prozent unterschreiten. Zudem werden energieeffiziente Sanierungen von Schulgebäuden auf Neubau-Standard seit Beginn des Jahres gefördert.

Erstmals gefördert hat die KfW in diesem Jahr auch die Energieeffizienzberatung für Unternehmen. Regionaler Motor des Programms für NRW ist die EnergieAgentur.NRW. Nach Berechnungen der KfW werden deutschlandweit bis Ende 2008 rund 2.900 Unternehmen dieses Angebot genutzt haben und rund 350 Millionen Euro an Fördermitteln zur Umsetzung von Effizienz-Maßnahmen erhalten. Bis zum 1.Oktober hat jede dritte der deutschlandweit von der KfW finanzierten Detail-Beratung eines Unternehmens nach KfW-Angaben in NRW stattgefunden (37,2 Prozent).Dabei sind die betrieblichen Einsparpotentiale – das ist die tägliche Erfahrung der Berater der EnergieAgentur.NRW – enorm. Bei der Erzeugung und Nutzung von Prozesswärme lässt sich z.B. der Energieverbrauch im Schnitt um rund 20 Prozent senken, das entspräche bundesweit einer Energieeinsparung von 265 Terawattstunden (TWh) oder umgerechnet 21,2 Mrd. Euro (bei einem Preis von 8 Cent die kWh).

„In vielen industriellen Bereichen sind nordrhein-westfälische Produkte von Energieeffizienztechnologien weltweit marktführend, zum Beispiel bei der Beleuchtungs- und in der Pumpentechnik“, so Ministerin Thoben. „Die Attraktivität unserer Produkte beruht unter anderem auf einem technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.“

Weitere Informationen bekommen Sie bei der EnergieAgentur.NRW Markus Feldmann (Gebäudesanierung, „Mein Haus spart“) oder Jörg Buschmann (Sonderfonds Energieeffizienz in KMU), Tel. 018 03/19 0000 (9 ct./min).

Media Contact

Markus Feldmann EnergieAgentur.NRW

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