Das deutsche Haarkosmetik-Unternehmen Wella hat einen Haartrockner mit einer Brennstoffzelle als Energiequelle patentieren lassen. Die angesaugte Luft wird dabei in einem Heizelement durch die katalytische Verbrennung eines flüssigen Brennstoffs erhitzt, während das Gebläse über eine Brennstoffzelle mit Strom versorgt wird.
Als Brennstoff des kabellosen Haartrockners könnte Methanol dienen, erläutert Martin Liebeck von der Wella-Tochter Ondal Industrietechnik, die Geräte für den Friseurbedarf entwickelt und herstellt. Bei dem Patent handele es sich bis jetzt jedoch nur um eine theoretische Überlegung, erklärt Liebeck. Einen Prototypen werde es wohl auch in den kommenden Jahren nicht geben. Einen Markt für ein solches Gerät sieht der Entwicklungsleiter jedoch durchaus: Ein schnurloser Fön stehe auf der technischen Wunschliste vieler Friseure an erster Stelle.
Auch das Heizelement mit Energie aus der Brennstoffzelle zu versorgen und damit einen vollelektrischen Brennstoffzellenfön zu konstruieren, ist nach dem heutigen Entwicklungsstand der Brennstoffzellentechnologie allerdings nicht möglich: Die für die benötigten Leistungen von 1000 bis 1600 Watt benötigten Zellen wären viel zu schwer für eine tragbare Anwendung. Brennstoffzellen dieser Leistungsklasse wiegen bislang mehr als 40 Kilogramm.




