Spuren in Brusttumoren nachgewiesen
Wissenschaftler der University of Reading haben nachgewiesen, dass chemische Substanzen von Deodorants und anderen Kosmetika sich innerhalb des Körpers ansammeln können. Das Team um Philippa Darbre fand Spuren von Parabenen im Gewebe von an Brustkrebs erkrankten Frauen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Substanzen Krebs verursachen. Ihr Einsatz als Konservierungsmittel soll laut den Wissenschaftlern jedoch genauer hinterfragt werden.
Das Team untersuchte Proben von 20 verschiedenen menschlichen Brusttumoren. Laut der im Journal of Applied Toxicology veröffentlichten Studie fanden sich in jeder der Proben Spuren von Parabenen. Die durchgeführten Tests legen nahe, dass diese Substanzen nach dem Auftragen auf die Haut in das Gewebe durchgesickert waren. Damit konnte erstmals ihre Ablagerung in menschlichem Gewebe nachgewiesen werden.
Der Nachweis dieser Substanzen gibt laut Darbre Anlass zur Besorgnis. Parabene sind in der Lage die Aktivitäten des weiblichen Hormons Östrogen nachzuahmen. Dieses Hormon seinerseits kann das Wachstum von Brusttumoren beschleunigen. Es sei daher laut BBC sinnvoll, den intensiven Einsatz von Parabenen im Brustbereich zu überdenken.



