Sonderforschungsbereiche: Die Spitze wird immer breiter


Sonderforschungsbereiche (SFB) – Aushängeschilder der Universitäten: Seit Mitte dieses Jahres steht die Universität Würzburg mit derzeit neun dieser Fördereinrichtungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 7 der Liste bundesdeutscher Universitäten. Über 18 Millionen Mark sind im laufenden Jahr über diese neun SFB zur Spitzenforschung an die Würzburger Universität geflossen.

Zusammen mit Würzburg können auch die Universitäten Göttingen und Bochum auf derzeit neun Sonderforschungsbereiche blicken. Unangefochten den Spitzenplatz in Deutschland hält die Technische Hochschule Aachen mit 16 SFB’s, gefolgt von den beiden Münchner Hochschulen mit je 14 Sonderforschungsbereichen. Vor Würzburg finden sich dann noch die Universitäten Stuttgart (12), Erlangen-Nürnberg und Heidelberg (je zehn).

Vor Jahresfrist fanden sich die Würzburger Wissenschaftler mit der Zahl ihrer Sonderforschungsbereiche noch auf Platz neun der Liste, allerdings damals nur mit acht SFB’s, zusammen mit den Universitäten Heidelberg und Köln.

Wirft man einen Blick zurück auf das Jahr 1996 wird deutlich, dass die Spitze der Universitäten mit acht und mehr Sonderforschungsbereichen immer breiter wird, die Konkurrenz immer heftiger. 1996 hatte Würzburg mit acht SFB’s zusammen mit Aachen den 6. Platz in Deutschland inne. Mit zehn Sonderforschungsbereichen lagen Göttingen und die Uni München auf Platz zwei, hinter der TU München mit zwölf. Mit neun SFB’S landeten 1996 Heidelberg und Stuttgart auf Platz vier. Heute reicht diese Zahl gerade noch für Platz sieben, während nicht weniger als sechs Universitäten (FU Berlin, TU Berlin, Tübingen, Köln, Mainz und Münster) mit acht Sonderforschungsbereichen erst auf den Listenplätzen 10 folgende zu finden sind.

Ende dieses Jahres läuft in der Würzburger Biologie der SFB 251: „Ökologie, Physiologie und Biochemie pflanzlicher und tierischer Leistung unter Stress“, nach zwölf Jahren Förderung aus. Rund 24 Millionen Mark erhielt der SFB seit 1989 von der DFG für seine Arbeit. Er wurde zunächst von Prof. Dr. Ulrich Heber geleitet, sein Nachfolger ist Prof. Dr. Markus Riederer.

Neu dazugekommen sind in Würzburg zur Jahresmitte die Sonderforschungsbereiche 554: „Mechanismen und Evolution des Arthropodenverhaltens: Gehirn – Individuum – Soziale Gruppe“, dessen Sprecher Prof. Dr. Berthold Hölldobler (Biozentrum) ist, und 581: „Molekulare Modelle für Erkrankungen des Nervensystems“, mit seinem Sprecher Prof. Dr. Michael Sendtner.

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Robert Emmerich idw

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