Bislang keine Abstoßung des Organs
Laut Angaben kolumbianischer Ärzte ist weltweit erstmals eine Luftröhrentransplantation durchgeführt worden. Die Operation erfolgte im San Vicente de Paul Universitäts-Krankenhaus in Medellin. Dem 21-jährigen Patienten sei es nun wieder möglich, ohne mechanische Hilfe zu atmen, berichtet MSNBC.
Bei der 23-stündigen Operation wurde die Luftröhre (Trachea) vollständig mit Adern und Nerven transplantiert, erklärte der leitende Operateur Luis Fernando Tintinago. Der Patient verlor 95 Prozent der Funktionsfähigkeit der Luftröhre, nachdem Ärzte zu einem früheren Zeitpunkt die Luftröhre beim Intubieren beschädigten. “Wir gehen davon aus, dass die Operation erfolgreich verlaufen ist. Das Organ wurde in der ersten und risikoreichsten Woche nicht abgestoßen”, erklärte Tintinago. Noch befindet sich der Patient in der Intensivstation. Tests sollen aber bereits zeigen, dass die neue Luftröhre gut funktioniert. Jetzt heißt es vorerst sechs Monate warten. “Erst dann ist es eindeutig, dass der Körper die Luftröhre tatsächlich annimmt”, betonte der Mediziner.
Nach Angaben von Tintinago haben auch Mediziner in Großbritannien Versuche einer Luftröhrentransplantation gestartet. Da aber weder Adern noch Nerven mit verpflanzt wurden, scheiterten die Versuche.



