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Tourismus professionell

29.11.2010
Beim erstmals in der Schweiz durchgeführten Kongress der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) an der HTW Chur vom 25. – 27. November trafen sich rund 100 Tourismusexperten. Sie waren sich einig: Der Tourismusbereich erfährt eine schnelle Professionalisierung und Spezialisierung.

Für einmal war der Kanton Graubünden nicht in der Hand der Touristen, sondern der Tourismusexperten. Dafür verantwortlich war das Institut für Tourismus- und Freizeitforschung (ITF) der HTW Chur.

Es organisierte unter dem Titel "Hype, Trend oder Entwicklung in Tourismus und Freizeit - Eine Frage der Perspektive" den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) und brachte damit rund 100 Tourismusexperten aus ganz Europa nach Chur.

Nach der Begrüssung durch den Bündner Regierungsrat Hansjörg Trachsel, wies ITF-Vorsteher Philipp Boksberger gleich zu Beginn des Anlasses darauf hin, dass Tourismus- und Freizeitindustrie immer mehr von einem zunehmenden Wettbewerbsdruck und einer wachsenden Schnelllebigkeit erfasst werden. Entsprechend sind das Beherrschen des Change Managements und die Innovationfähigkeit zentral, um erfolgreich zu bleiben. Auf die Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedingungen als Erfolgsfaktor wiesen in der Folge noch mehrere Referenten hin.

Damit verbunden ist auch eine Professionalisierung und Spezialisierung. Mit dem verwandten Thema der Segmentierung des Tourismusmarkts befasste sich die Keynote-Speakerin Sara Dolnicar. Sie warnte vor oberflächlichen Analysen, die dazu führen können, das Touristiker auf ein falsches Kundensegment setzen. Martin Gurtner von der Weissen Arena AG in Laax machte darauf aufmerksam, dass gerade wegen der vielen Veränderungen es entscheiden sei, mit Leidenschaft zu überzeugen.

Neben diesen allgemeinen Trends zeigte der Kongress noch weitere zentrale Tourismusthemen auf. Beispielsweise widmet sich die Tourismusindustrie zunehmend der Corporate Social Responsibility (CSR), indem sie versucht die negativen ökologischen und sozialen Folgen des Reiseaufkommens zu vermeiden. Ein grösseres Augenmerk richten die Tourismusverantwortlichen auch auf die Social Media. Eine Studie zeigte, dass die Hotels im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit der Integration von Social-Media-Plattformen insgesamt jedoch noch sehr wenig nutzen, wobei Österreich diesbezüglich am besten dasteht

Am Kongress gab es auch spannende Einzelthemen. In einer Befragung stellten sich Touristen der Windenergienutzung allgemein und Offshore-Windparks im Speziellen positiv gegenüber – eine Erkenntnis die auch bei Schweizer Touristiker von Bedeutung sein könnte. Oder ein Forscher fand heraus, dass im Tourismus die Schweiz für Juden eine gute Infrastruktur aufweist. So geniesst das Hotel Scuol Palace den Ruf, das grösste koschere Hotel in Europa zu sein.

Weitere Infos zum Kongress unter:
www.htwchur.ch/de/htw/tourism/institut-itf/dgt-kongress-2010-chur/

Christoph Meier | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwchur.ch/presse

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