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Siemens baut Regionalzüge in Russland: Gemeinschaftsunternehmen mit Sinara soll Bahnbetreiber RZD beliefern

01.06.2011
Vorverträge über weitere 240 Züge im Wert von rund 2 Milliarden Euro unterzeichnet

Siemens hat mit dem russischen Partner Sinara Group ein Gemeinschaftsunternehmen zur Lieferung von Regionalzügen in Russland gegründet. Das neue Unternehmen Train Technologies soll die Russischen Eisenbahnen (RZD) mit 240 Regionalzügen vom Typ Desiro RUS beliefern.

Dazu wurde ein Vorvertrag unterzeichnet, der 240 Garnituren mit 1.200 Wagen im Gesamtwert von rund 2 Milliarden Euro umfasst. Die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichneten RZD-Präsident Vladimir Yakunin, Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens-Division Mobility, und Dimitry Pumpyanski, Chef der Sinara Group, während eines Fachkongresses in Sotchi. Die Vertragsdetails für die Lieferung der 240 Regionalzüge werden in den folgenden Verhandlungen vereinbart.

Die Züge sollen ab dem Jahr 2013 an einem Fertigungsstandort nahe Jekaterinburg produziert werden. Zuvor werden hier noch 16 bereits beauftragte Desiro-Züge aus einem insgesamt 54 Fahrzeuge umfassenden Auftrag gebaut, den die RZD Siemens bereits 2009 erteilt hatten. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 580 Millionen Euro und sieht eine teilweise Fertigung der Züge in Russland vor. Die ersten 38 Züge aus diesem Auftrag werden seit kurzem im Siemens-Werk Krefeld in Deutschland gefertigt. Für die Produktion der restlichen 16 Züge in Russland wurde mit dem nun gegründeten Joint Venture die rechtliche Grundlage geschaffen.

Die Siemens-Züge vom Typ Desiro für den Regionalverkehr können eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen. Sie tragen in Russland den Namen „Lastochka“ – die kleine Schwalbe. Die ersten Einheiten sollen ab Herbst 2013 in Sotchi in Betrieb gehen. Der Bedarf an moderner Bahntechnik in Russland ist groß. In den nächsten 30 Jahren plant Russland Investitionen von rund 300 Milliarden Euro in neue Züge und Infrastruktur.

„Russland ist für die Bahntechnik ein strategischer Wachstumsmarkt. Auch in Russland stehen Städte vor der Herausforderung, ihre Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig Ressourcen und Umwelt zu schonen. Unsere grünen Infrastruktur-Technologien helfen Russland, seine Ziele für Energie-Effizienz und Klimaschutz zu erreichen“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens-Division Mobility.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Industry Sektor erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2010 endete, auf fortgeführter Basis (ohne Osram) einen Umsatz von rund 30,2 Milliarden Euro. Ende September 2010 hatte der Sektor Industry ohne Berücksichtigung von Osram weltweit rund 164.000 Beschäftigte.

Die Siemens-Division Mobility (Berlin) ist der international führende Anbieter von Transport- und Logistik-Lösungen. Mit „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient und umweltfreundlich zu transportieren. „Complete mobility“ ist orientiert am Ziel der Nachhaltigkeit und vereint Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehr, Lösungen für Flughafen- und Post-Logistik, Bahnelektrifizierung, Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierten Servicekonzepten. Mit weltweit rund 24.000 Mitarbeitern erreichte Siemens Mobility im Geschäftsjahr 2010 (30. September) einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.

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