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Schnellere Entwicklung innovativer Produkte

12.12.2008
Die Anforderungen des Markts verlangen schnellere und kostengünstigere Entwicklungen von innovativen Produkten. Wie interdisziplinäre Teams diese Ziele mit der Methode des Rapid Product Development (RPD) umsetzen können, war Forschungsgegenstand des IAT der Universität Stuttgart.

Schneller, besser, billiger - die Anforderungen von Kunden an Produkte steigen ständig und werden immer differenzierter. Unternehmen müssen nicht nur in kürzeren Zyklen neue Produkte oder Produktfunktionen anbieten, sondern dabei auch im Preis konkurrenzfähig bleiben.

Wege zum Ziel versprechen sich viele von der Methode des "Rapid Product Development (RPD)": Hier werden verschiedene miteinander konkurrierende Lösungsalternativen in parallel verlaufenden Iterationszyklen bearbeitet - unter Berücksichtigung wechselnder Marktbedingungen, Kundenwünsche und Erkenntnisfortschritte.

Welchen Einfluss das Zusammenspiel interdisziplinärer Projektteams auf den Erfolg beim RPD hat, war Gegenstand eines Teilprojekts im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 374 (SfB 374) der Universität Stuttgart. Die Annahme war, dass diese heterogenen Entwicklungsteams, die ein breites Spektrum von fach- und funktionsbezogenen Wissensbereichen abdecken, komplexe Entwicklungsaufgaben gemeinsam besser und schneller lösen können als homogene Teams.

Paradoxerweise kann die wissensbezogene Heterogenität von Teams die angestrebten Synergieeffekte verhindern, wie die Forschungen des eng mit dem Fraunhofer IAO kooperierenden Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) zeigen. Das vielfältige Wissen kann dadurch nicht effizient für die Produktentwicklung genutzt werden. Auf Basis eines Modells zur Analyse interdisziplinärer Expertenkooperationen haben die Wissenschaftler die Zusammenhänge zwischen Wissensintegration, mentalen Modellen und Wissensebenen untersucht und Strategien, Methoden und Handlungsempfehlungen für RPD-Teams erarbeitet.

Ob die theoretischen Ergebnisse in der Praxis standhalten, zeigten die im Projekt entwickelten Transfer- und Trainingsmodule; fach- und funktionsgemischte Expertenteams setzten diese unter realen Praxisbedingungen ein, um die erarbeiteten Unterstützungsinstrumente zur Wissensintegration in die Entwicklungsprozesse von Unternehmen zu transferieren.

Weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
David Kremer
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2223, Fax +49 711 970-2289
david.kremer@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.sfb374.uni-stuttgart.de

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