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NUI Regionenranking 2010

07.12.2011
Die Ergebnisse zum aktuellen NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking 2010 sind verfügbar. Demnach ist die Gründungsneigung 2010 in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten schwächer als im Vorjahr. Den Spitzenplatz im NUI Regionenranking 2010 nimmt wie in den Jahren zuvor die kreisfreie Stadt Offenbach a. M. ein.

Das NUI Regionenranking ordnet die 412 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands nach ihrer Gründungsneigung. Kern des Rankingverfahrens ist der so genannte NUI-Indikator, der die Zahl der Gewerbeanmeldungen in einer Region ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung dieser Region setzt.


NUI Regionenranking 2010
IfM Bonn

Der NUI-Indikator zeigt, dass 2010 im Durchschnitt aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland knapp 159 Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter neu angemeldet wurden. Die Gründungsneigung ist in Regionen, die bereits zur Spitzengruppe des NUI Regionenrankings gehörten, besonders stark gestiegen. Den höchsten Anstieg beim NUI-Wert verzeichnen die Stadt Offenbach a. M. (von 417,8 auf 510,1) und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (von 199,0 auf 247,7). Auch in der Schlussgruppe sind Regionen mit zunehmender Gründungsneigung vergleichsweise häufig vertreten.

Infolgedessen haben sich die Spitzenplätze bestätigt, während die Regionen in der Schlussgruppe stärker rotierten. Dies macht deutlich, dass das Gründungsgeschehen zweigeteilt ist. In prosperierenden Regionen mit bereits lebhaftem Gründungsgeschehen konzentriert es sich auf Chancen orientierte Gründungen und in gründungsschwachen Regionen eher auf aus der Not geborene Gründungen. Die regionalen Gründungsdisparitäten haben sich nicht abgeschwächt, im Gegenteil, sie sind 2010 größer geworden.

Ansprechpartner
Eva May-Strobl
Telefon: (0228) 72997-23
E-Mail: may@ifm-bonn.org
Zum IfM Bonn
Das IfM Bonn wurde im Jahr 1957 auf Initiative Ludwig Erhards vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen gegründet mit der Maßgabe, die Lage, Entwicklung und Probleme des Mittelstands zu erforschen. Diese Aufgaben erfüllt das Institut in einer praxisorientierten Weise, indem es zum einen umfangreiches statistisches Datenmaterial zum Mittelstand auf Basis amtlicher, halbamtlicher sowie eigener Daten aufbereitet. Zum anderen werden wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet und Gutachten zu aktuellen wirtschaftspolitisch relevanten Fragestellungen auf Basis von Unternehmensbefragungen erstellt. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten stehen der interessierten Öffentlichkeit auf der Homepage des Instituts (www.ifm-bonn.org) zur Verfügung.

Nadine Schlömer-Laufen | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=1044

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