Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konjunkturumfrage der FOM: In Deutschland herrscht keine Kreditklemme

16.01.2012
In Deutschland herrscht keine Kreditklemme. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunktur-Umfrage der „FOM Hochschule für Oekonomie & Management“ unter über 500 ihrer berufsbegleitend Studierenden. 57 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass die Chancen, einen Bankkredit zu erhalten, derzeit gut oder sehr gut sind. Lediglich 12 Prozent halten die Aussichten für schlecht oder sehr schlecht, 2009 waren es noch 36 Prozent.

„Unsere Studie wirft ein neues Licht auf die vor Weihnachten getroffene Entscheidung der EZB, den Geschäftsbanken der Eurozone fast eine halbe Billion Euro zu einem Prozent Zinsen zur Verfügung zu stellen“, erklärt FOM-Professor Dr. Gerald Mann.

EZB-Präsident Draghi begründete diesen ungewöhnlichen Schritt mit der Abwehr von Folgen einer Kreditklemme, welche die Finanzierung von Unternehmen und Haushalten einschränke. Viel wichtiger scheine jedoch eine andere Absicht zu sein, so Mann weiter: die indirekte Finanzierung von Staatsschulden. „Da den Geschäftsbanken das Geld nun sicher für drei Jahre zur Verfügung steht, wird es für sie interessant, Staatsanleihen mit entsprechenden (Rest-)Laufzeiten zu kaufen. Dies ist natürlich gerade bei Eurostaaten der Fall, die unter der Schuldenkrise leiden und deswegen hohe Zinsen zahlen müssen.“

Ein Problem, das Deutschland aktuell nicht hat: Die FOM-Konjunkturumfrage zeigt, dass sich die deutsche Wirtschaft zum Jahreswechsel in einer stabilen Verfassung befindet, erklärt Professor Dr. Mann: „Die Studierenden schätzen die Entwicklung in ihren Unternehmen positiver ein, als es der allgemeinen Stimmungslage entspricht.“ Über 50 Prozent der FOM-Studierenden beurteilen die momentane Wirtschaftslage als gut oder sehr gut, bei weniger als 10 Prozent fällt die Beurteilung schlecht oder sehr schlecht aus. Diese Einschätzung gilt auch für das Geschäftsjahr 2012: Während rund 12 Prozent eher düster in die Zukunft sehen, sind die Erwartungen von knapp 60 Prozent gut bzw. sehr gut.

Ein Mal pro Jahr bittet die FOM ihre Studierenden darum, praktische Herausforderungen und unternehmerische Bedarfe zu Fragen der aktuellen Geschäftsentwicklung und Wirtschaftspolitik zu identifizieren. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage finden Sie unter
http://www.fom.de/fileadmin/fom/kc/kcs/111023_
Konjunktur_2011_Haeufigkeitsdiagramme.pdf
Die 1993 von Wirtschaftsverbänden gegründete private „FOM Hochschule für Oekonomie & Management“ ist eine staatlich anerkannte Hochschule der Wirtschaft mit bundesweit 22 Studienzentren und weiteren im Ausland. Sie ist gemeinnützig und wird von der Stiftung BildungsCentrum der Wirtschaft (BCW) getragen. Die Studiengänge der FOM richten sich überwiegend an Berufstätige und Auszubildende, die sich neben ihrer betrieblichen Tätigkeit akademisch qualifizieren wollen. Sie können an der FOM Bachelor- und Master-Abschlüsse erwerben. Aktuell sind 18.000 Studierende an der Hochschule eingeschrieben.

Stefanie Bergel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fom.de/fileadmin/fom/kc/kcs/111023_Konjunktur_2011_Haeufigkeitsdiagramme.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie