Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

INTER|DRIVE - Durch Interaktionsorientierung zum Erfolg

19.05.2010
INTER|DRIVE will Unternehmen helfen, mit mehr Kundenorientierung zum Erfolg zu kommen. Das im Wettbewerb WissensWirtschaft.NRW prämierte Projekt verfolgt die innovative Idee, die Interaktion in Kundenbeziehungen systematisch zu erfassen, zu messen und zur Unternehmenssteuerung einzusetzen.

Damit bekommt das sprichwörtliche Ziel, den Kunden zum König zu machen, eine wissenschaftliche und instrumentelle Grundlage. Verantwortlich dafür zeichnet ein Projektteam aus adesso AG, Dolezych GmbH & Co. KG, carat robotic innovation GmbH und den Lehrstühlen für Marketing sowie Dienstleistungsmanagement an der Technischen Universität Dortmund. Ihre Projektidee mit dem Namen INTER|DRIVE war von der Wettbewerbsjury für förderungswürdig befunden worden. Das Projekt wird drei Jahre laufen und ist mit 475.000 Euro dotiert.

Die Grundidee des Projektes ist in der wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion hoch aktuell. Neben der durch die Globalisierung zuletzt stark betonten Strategie der Standardisierung ist es vor allem die Kundenorientierung als Zukunftsstrategie, die heiß diskutiert wird. Dabei geht es um nicht weniger als einen Paradigmenwechsel: Denn der Kunde ist aus dieser Perspektive nicht mehr nur Abnehmer von Produkten, die im Elfenbeinturm der Entwicklungsabteilungen sinnreich erdacht werden. Vielmehr wird er integraler Bestandteil des gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung bis zur Entsorgung.

Das Rüstzeug für diese Art der Kundenorientierung will INTER|DRIVE bereitstellen. Zunächst werden dazu reale Kundenbeziehungen und beispielhafte Einzelfälle analysiert. Auf dieser Basis entwickeln die Projektpartner ein Instrumentarium zur Interaktion mit dem Kunden. Im Feldversuch wird anschließend getestet, ob es mit dem neuen Instrument gelingt, die Kunden aktiv in Analyse-, Evaluations- und Innovationsprozesse zu integrieren.

Nichts weniger ist das Ziel der Projektgruppe INTER|DRIVE. Bis Ende 2012 sollen ein Management- und ein Trainingskonzept zur Verfügung stehen, auf deren Basis die jeweilige Unternehmensstrategie festgelegt und die Mitarbeiter daraufhin geschult werden können. Denn neben dem Kunden spielen die Verkäufer eine zentrale Rolle. Sie sollen nicht länger wie Jäger denken, die ihre Beute “erlegen“. Vielmehr sollen sie sich als Gärtner verstehen, die ihre Kunden wie Pflanzen pflegen, um nachhaltig ernten zu können. Die Begleitung in diesem Prozess soll als eigene Dienstleistung nach erfolgreichem Praxistest vermarktet werden. Die allgemeine Nutzbarkeit der Projektergebnisse wird durch eine Buchveröffentlichung sichergestellt.

Zum Wettbewerb:
Im Mai 2008 hat die Landesregierung den Wettbewerb „WissensWirtschaft.NRW - Gesucht: Die besten wissensintensiven Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette“ gestartet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs fördert die Landesregierung Projektideen, die wissensintensive Dienstleistungen in einer Wertschöpfungskette entwickeln und anwenden möchten. Denn: mit landesweit mehr als 650.000 Beschäftigten gelten die unternehmensnahen Dienstleistungen bereits heute als wichtige Zukunftsbranche in Nordrhein-Westfalen. Bis 2011 sind mindestens 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu erwarten; in den nächsten fünf Jahren bis zu 100.000 Arbeitsplätze, wenn vorhandene Potenziale genutzt werden. Die größten Potenziale liegen dann vor allem im Bereich der produktionsnahen und wissensintensiven Dienstleistungen.
Weitere Informationen:
TU Dortmund
Dr. Markus Blut
Tel.:0231/7553277
E-Mail: markus.blut@tu-dortmund.de

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

08.12.2016 | Physik Astronomie

Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik