Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Insolvenzen 2012: Knapp 40 Mrd. Euro Schaden

16.01.2013
Schlecker und Neckermann als große Brocken - Start-ups stark betroffen

Im vergangenen Jahr hat der durch Insolvenzen verursachte Schaden in Deutschland 38,3 Mrd. Euro betragen. Gegenüber dem Vorjahr (31,5 Mrd. Euro) bedeutet dies einen Anstieg von 21,6 Prozent.

Die Zahl der Insolvenzen ist jedoch um 2,2 Prozent auf rund 29.600 zurückgegangen. Das ist der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Diese Zahlen gehen hervor aus einer heute, Mittwoch, präsentierten Studie http://bit.ly/11z4Oi2 der Hamburger Wirtschaftskunftei Bürgel http://buergel.de.

Hauptgrund für den bitteren Gang in ein Insolvenzverfahren sind fehlende Aufträge. Die Diskrepanz zwischen Schaden und Anzahl der Fälle lässt sich mit den beiden großen Pleiten von Neckermann und Schlecker erklären.

118 Pleiten pro Tag

Im Durchschnitt sind 2012 zwischen Rhein und Oder pro Werktag 118 Firmen zahlungsunfähig geworden. Für 2013 erwartet Bürgel einen leichten Anstieg auf 30.300 Insolvenzen. "Begründet wird dieser Zuwachs mit der sich abschwächenden Konjunktur in Europa und den schwachen Wachstumsprognosen für Deutschland. Nachgelagert können sich die konjunkturellen Einflüsse auf die Zahl der Firmenpleiten auswirken", erklärt Bürgel-Chef Norbert Sellin.

Unter der Zahlungsunfähigkeit anderer leiden Gläubiger und Lieferanten, die aufgrund der ausbleibenden Forderungen teilweise auch selbst in Turbulenzen geraten. Hinzu kommt das persönliche Schicksal der Beschäftigten, denen oftmals nur mehr der Gang zum Arbeitsamt bleibt. Die Studie zeigt, dass insbesondere junge Firmen häufig in die Pleite schlittern. 40 Prozent aller Insolvenzfälle betreffen Unternehmen, die jünger als vier Jahre sind. Dienstleister und Handelsunternehmen sind besonders gefährdet.

Gefährliches Pflaster NRW

Wie bei so vielen Kennzahlen gibt es auch hier teils gravierende Unterschiede. Während in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein 160 bzw. 108 Insolvenzen je 10.000 Firmen angemeldet wurden, waren es in Baden-Württemberg und Bayern nur 51 bzw. 59. Während die Zahl der Pleiten in Deutschland leicht gesunken ist, kommen sie in Österreich wieder öfter vor. In der Alpenrepublik sind sie um 1,2 Prozent auf 6.266 gestiegen. Daraus lässt sich eine Insolvenzrate von 25 pro Tag errechnen. Rund 22.000 Jobs waren davon betroffen.

Sebastian Köberl | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.buergel.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie