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Finanzplatz Frankfurt behauptet sich trotz Finanzkrise

09.02.2009
Frankfurt School analysiert Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt
Finanzplatzbarometer vorgelegt

Den Auswirkungen der Finanzkrise zum Trotz hat sich der Finanzplatz Frankfurt bislang gut behauptet. Die Standortbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und der Grad der Internationalisierung des Finanzplatzes Rhein-Main ist markant gestiegen. Das sind einige der Ergebnisse des neuen Finanzplatzbarometers, das die Frankfurt School of Finance & Management heute vorgestellt hat.

Mit dem neuen Indikatorensystem beobachtet und analysiert die Frankfurt School die Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt. Statistische Daten zu verschiedenen ökonomischen Aktivitäten werden dabei fünf Dimensionen zugeordnet, die von der Forschung als besonders bedeutsam für den langfristigen Erfolg eines Finanzplatzes erkannt wurden. Diese sind: Wirtschaftliche und politische Standortfaktoren, Bildung und Beschäftigung, Grad der Internationalisierung der regionalen Finanzmärkte, Stabilität des Bankensystems, Performance des Finanzsektors. Die Daten hierzu werden anhand von 24 ausgewählten Einzelindikatoren für den breit abgegrenzten Wirtschaftsraum des Rhein-Main-Gebietes erfasst und in Zukunft einmal im Quartal publiziert.

Das Finanzplatzbarometer der Frankfurt School ist Teil der Initiative der hessischen Landesregierung zur Förderung des Finanzplatz-Monitorings und soll wichtige Faktoren, die das Geschehen am führenden kontinentaleuropäischen Finanzplatz bestimmen, kompakt und anschaulich dokumentieren. Die Entwicklung eines solchen Indikatorensystems wurde vom hessischen Wirtschaftsministerium angeregt und durch Übernahme eines Teils der Entwicklungskosten finanziell gefördert. Frankfurt Main Finance wird diese Erkenntnisse nutzen, um das Kompetenzprofil Frankfurts künftig noch effektiver zu vermarkten.

Professor Dr. Paul G. Schmidt, der eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Frankfurt School inne hat, und Dipl.-Volkswirt Manuel Rupprecht, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Frankfurt School, haben das Finanzplatzbarometer entwickelt. Gerne erläutern sie Medienvertretern Details dieses innovativen Konzepts.

Mittelfristige Entwicklung
Das neue Indikatorensystem erlaubt es erstmals, die Finanzplatz-Entwicklung über einen längeren Zeitraum einzuschätzen, denn die Daten wurden rückwirkend ab dem ersten Quartal 2004 erhoben. Hier haben sie einen Startwert von 100, auf den sich die nachfolgenden Indexwerte beziehen. Liegen die Werte darüber, signalisiert dies eine Verbesserung gegenüber dem Ausgangsquartal. Ein Wert von unter 100 ist also eine Verschlechterung. Der Wertebereich des Barometers ist nicht nach oben oder unten begrenzt.

Nachdem der Gesamtindikator seit Mitte 2004 bemerkenswert gestiegen war, wurde im dritten Quartal 2007 mit einem Wert von 124,8 der bisherige Höhepunkt erreicht. "Der Indikator dokumentiert, dass Frankfurt als Finanzplatz seine Position in den vergangenen Jahren spürbar befestigen und stärken konnte. Dies wird helfen, die Führungsposition in Kontinentaleuropa auch in den aktuell turbulenten Zeiten zu verteidigen, wenn nicht auszubauen.", meint Professor Dr. Paul G. Schmidt.

Aktuelle Entwicklung
Seit dem Ausbruch der Finanzkrise befindet sich das Barometer allerdings in einem Abwärtstrend, was den sichtbaren Entwicklungen und der gefühlten Stimmung am Finanzplatz entspricht. Eine differenzierende Analyse der einzelnen Dimensionen des Finanzplatzgeschehens zeigt jedoch, dass sich Frankfurt selbst in schwierigen Zeiten in verschiedenen Bereichen - insbesondere bei den allgemeinen Standortfaktoren und beim Grad der Internationalisierung - bislang gut behaupten oder sogar verbessern konnte. So liegt der aktuelle Wert des Finanzplatzbarometers mit 108 noch deutlich über dem Ausgangsniveau.
Hintergrund und weitere Informationen
Ab sofort wird die Frankfurt School in jedem Quartal den Stand des Finanzplatzbarometers und seiner fünf Dimensionen des Finanzplatzgeschehens auf der Webseite www.frankfurt-school.de/finanzplatzbarometer veröffentlichen und kommentieren sowie Datenreihen, Charts und Hintergrundinformationen zum Download bereitstellen.
Kontakt
Angelika Werner, Frankfurt School of Finance & Management
Telefon 069 154 008 708
Mobil 0173 7250905
Telefax 069 154 008 4 708
a.werner@frankfurt-school.de
Josef Schießl, Frankfurt Main Finance e.V.
Telefon 069 94 41 80 31
Telefax 069 94 41 80 19
josef.schiessl@frankfurt-main-finance.com
Über die Frankfurt School of Finance & Management
Hervorgegangen aus Bankakademie und HfB hat sich die Frankfurt School of Finance & Management als führende Business School Deutschlands für Banking, Finance und Management etabliert. Für ihre Studierenden, Teilnehmer, Kunden und Partner aus der ganzen Welt bietet die Frankfurt School umfassende Bildungs- und Beratungsleistungen an. Dazu gehören: Weiterbildungs- und Hochschulstudiengänge, offene Seminare und Trainings sowie maßgeschneiderte Bildungs- und Beratungsangebote für Unternehmen. In ihrer Forschung adressieren die Fakultätsmitglieder aktuelle Finanz- und Managementfragestellungen. Darüber hinaus managen Experten der Frankfurt School of Finance & Management Beratungs- und Trainingsprojekte zu Financefragestellungen in Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere zu Mikrofinanzthemen. Hierzu gehört auch die Beratung des Fondsmanagement des European Fund for Southeast Europe (EFSE). Die Frankfurt School of Finance & Management finanziert sich ausschließlich über Studiengebühren, Beratungshonorare sowie Stiftungsmittel. Informationen im Internet unter www.frankfurt-school.de
Über Frankfurt Main Finance
In Frankfurt Main Finance haben sich die Finanzindustrie, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt zusammengeschlossen, um den Finanzplatz Frankfurt wirkungsvoll im nationalen und internationalen Wettbewerb zu positionieren. Mitglieder der Initiative sind die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Deutsche Börse, die Dresdner Bank, die DZ BANK, die Frankfurter Sparkasse, die Frankfurter Volksbank, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, das Land Hessen, das Bankhaus Metzler und Morgan Stanley.

Angelika Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.frankfurt-school.de
http://www.frankfurt-school.de/finanzplatzbarometer

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