Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DAX-Vorstandsgehälter auf international sehr hohem Niveau

01.07.2013
Die Vorstandsgehälter der DAX-Unternehmen sind 2012 gegenüber dem Vorjahr um weitere 2,5 Prozent gestiegen.

Damit liegen die Vergütungen der deutschen Vorstände mittlerweile auch im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche gemeinsame Studie der Technischen Universität München (TUM) und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Die DAX-Unternehmen verzeichneten im vergangenen Jahr einen maßvollen Anstieg der Vorstandsgehälter. Mit 2,5 Prozent ist das Wachstum gegenüber 2011 (8 Prozent) zwar deutlich niedriger, insgesamt weist der Trend jedoch ungebrochen nach oben.

Mit einem Gehalt von 3,2 Millionen Euro verdienten die DAX-Vorstände im Schnitt 53 Mal mehr als die Angestellten ihrer Unternehmen. Spitzenverdiener unter den DAX-Managern ist trotz seines teilweisen Gehaltsverzichts der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, mit 14,5 Millionen Euro. Auch bei den durchschnittlichen Gehältern des Gesamtvorstands steht Volkswagen mit 6,8 Millionen Euro auf Rang eins. Eine Überraschung zeigt sich auf Platz zwei. Dort ist nun Adidas mit einem Durchschnittsgehalt von knapp 4,7 Millionen Euro zu finden.

Deutlich stärker als die Gesamtvergütung wuchs das Fixgehalt, das um fast fünf Prozent zulegte. „Offenbar gehen einige Unternehmen dazu über, die fixe Vergütung deutlich anzuheben“, erklärt Prof. Gunther Friedl, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TUM. Dies könne die Leistungsorientierung der Gehälter gefährden, wenn dadurch Gehälter nicht mehr so stark von der Geschäftsentwicklung abhängig seien.

Seit 2009 haben Aktionäre die Möglichkeit, ihre Meinung über die Struktur der Vorstandsgehälter in sogenannten „Say on Pay“-Abstimmungen während der Hauptversammlung zu äußern. Mit einem Gesetz, dessen Entwurf dem Bundeskabinett derzeit vorliegt, sollen diese Abstimmungen erstmals bindenden Charakter bekommen. Die Autoren der Studie prognostizieren jedoch einen eher geringen Effekt dieses Gesetzes auf die Managergehälter.

Ein wichtiger und bisher noch kaum beachteter Vergütungsbestandteil sind die Pensionen. Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Unternehmen haben für ihre bisherige Amtszeit eine durchschnittliche Pensionszusage in Höhe von 741.000 Euro pro Jahr erhalten. Allerdings sind diese Ansprüche den Vergütungsberichten häufig nicht unmittelbar zu entnehmen. „Sowohl die Pensionszahlungen als auch andere Zahlungen an Vorstände nach Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit müssen noch transparenter gemacht werden“, fordert Gunther Friedl. Auch im M-Dax gebe es erheblichen Verbesserungsbedarf. Dort weisen zehn von fünfzig Unternehmen die Vergütungen nicht für jedes Vorstandsmitglied einzeln aus.
Mehr Informationen sowie Statements von Prof. Gunther Friedl (TUM), DSW-Präsident Ulrich Hocker und DSW-Vergütungsexpertin Christiane Hölz:
http://www.dsw-info.de

Kontakt:
Prof. Dr. Gunther Friedl
Lehrstuhl für Controlling
Technische Universität München
Tel: +49 89 289 25800
E-Mail: gunther.friedl@tum.de

Dr. Ulrich Marsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.controlling.wi.tum.de
http://www.dsw-info.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht WSI-Tarifarchiv: Tariflöhne und -gehälter 2016: Reale Steigerungen von 1,9 Prozent
05.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz leichtem Rückgang positiver Ausblick auf 2017
29.12.2016 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

16.01.2017 | Architektur Bauwesen

Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt

16.01.2017 | Medizintechnik