Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Clearstream veröffentlicht Preismodell für TARGET2-Securities

20.12.2012
* Neues T2S-Preismodell für Kunden des deutschen Zentralverwahrers ab 1. April 2013
* Clearstream wird die Abwicklung über T2S zum Preis der Europäischen Zentralbank berechnen
* T2S-Adaptationskosten als gemeinsame Investition mit positiven Wachstumsaussichten

Clearstream hat sein Preismodell für TARGET2-Securities (T2S) veröffentlicht, das den Bedenken im Markt zu T2S-bezogenen Kundengebühren und Umsetzungskosten Rechnung trägt. Im Grundsatz sollen sowohl die inländischen als auch die grenzüberschreitenden Abwicklungskosten beim deutschen Zentralverwahrer so gering wie möglich gehalten werden und die Kunden Planungssicherheit hinsichtlich der T2S-Kosten erhalten. Es wurden folgende Entscheidungen getroffen:

1) Clearstream wird die Abwicklung über T2S zum niedrigsten Preis anbieten, der möglich ist – d.h. dem Preis der Europäischen Zentralbank (EZB). Clearstream reicht die EZB-Abwicklungsgebühr ohne Zuschlag an seine bestehenden und zukünftigen Kunden weiter und wird keine eigene Abwicklungsgebühr erheben.

Dadurch erhofft sich Clearstream ein Wachstum des Abwicklungsvolumens und ist gleichzeitig bestrebt, sowohl inländische als auch grenzüberschreitende Abwicklungskosten so niedrig wie möglich zu halten, im Einklang mit der Einschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen von T2S, die die Europäische Zentralbank veröffentlicht hat.

2) Clearstream beabsichtigt, lediglich ein Drittel der gesamten Entwicklungskosten, genauer gesagt den externen Anteil, an die Kunden weiterreichen. Dies soll mithilfe eines Investitionskostenbeitrags von

0,094 EUR zusätzlich zu jeder Instruktion, die zwischen dem 1. April 2013 und der geplanten Migration im November 2016 über das Abwicklungssystem CASCADE des deutschen Zentralverwahrers abgewickelt wird, realisiert werden. Die Obergrenze beschränkt sich auf 30 Millionen EUR für den Gesamtmarkt.

3) Kunden können die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs in Anspruch nehmen und somit eine an ihre individuellen Bedürfnisse und Geschäftsstrategie angepasste Lösung wählen. Clearstream bietet damit den Kunden die größtmögliche Flexibilität, um eine reibungslose Umstellung auf T2S zu gewährleisten.

4) Dies ist eine gemeinsame Investition von Clearstream und den Kunden in das Dienstleistungsangebot des deutschen Zentralverwahrers für die Zeit nach der Einführung von T2S. Diese gemeinsame Investition bietet die Möglichkeit, am Erfolg von Clearstreams Wachstumsstrategie teilzuhaben. Die Investitionsbeteiligung ermöglicht weitere Preisvorteile. Basierend auf ihrem Beitrag zu den Investitionskosten von T2S werden Kunden von einer Verringerung der Verwahrungspreise des deutschen Zentralverwahrers profitieren.

5) Clearstream basiert seinen Ansatz zu T2S auf seine Vorreiterstellung im Sicherheitenmanagement. Die Gewinne eines potentiellen Wachstums des Geschäftes von Clearstream durch die Migration auf T2S werden mit Kunden geteilt, um den T2S-Investitionsbeitrag auszugleichen. Dies wird durch eine einmalige Beteiligung an möglichen T2S-Profiten von Clearstream ermöglicht.

Stefan Lepp, Vorstandsvorsitzender der Clearstream Banking AG, sagte: „T2S ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Marktinfrastruktur; in den letzten Monaten haben 22 Zentralverwahrer wie Clearstream ihre Teilnahme an der Plattform zugesagt. Da die Einführung von T2S nun feststeht müssen Banken und Finanzinstitute festlegen, wie sie sich Zugang zu der zukünftigen paneuropäischen Abwicklungsplattform verschaffen – eine Möglichkeit wäre die Teilnahme über einen nationalen Zentralverwahrer, zum Beispiel Clearstream. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, sich auf T2S vorzubereiten, indem wir ihnen die Eckpfeiler eines Kostenmodells und eine klare Strategie basierend auf unserem marktführenden Sicherheitenmanagement bieten. Zusätzlich zu unserem transparenten Preismodell werden Kunden auch von der Bündelung der Stärken unseres deutschen Zentralverwahrers und unseres internationalen Zentralverwahrers in Luxemburg profitieren.“

T2S ist eine zentrale paneuropäische Plattform für die nationale und grenzüberschreitende Abwicklung von Wertpapiergeschäften in Zentralbankgeld.

Die Plattform, die voraussichtlich 2015 in Betrieb gehen wird, soll zu einer deutlichen Reduzierung der Abwicklungskosten im grenzüberschreitenden Wertpapierhandel führen. Clearstream hat im Mai 2012 als einer der ersten Zentralverwahrer den Rahmenvertrag zu T2S unterzeichnet. Auch LuxCSD, der von Clearstream und der Luxemburger Zentralbank gegründete Zentralverwahrer für Luxemburg, hat den T2S-Rahmenvertrag zur gleichen Zeit unterschrieben.

Über Clearstream

Als nationaler Zentralverwahrer (CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream Banking AG außerdem die Nachhandelsinfrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit und bietet dabei Zugang zu einer wachsenden Zahl an europäischen Märkten. Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream Banking SA die Nachhandelsinfrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 53 Inlandsmärkten weltweit bereit. Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden die Kundenbasis des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von mehr als 11 Billionen EUR ist Clearstream einer der größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere.

Pressekontakt

Nicolas Nonnenmacher, +352-243-36115
nicolas.nonnenmacher@clearstream.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise