Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IKT-Umfrage 2007 des ZEW - Internet ist aus dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken

22.10.2007
So gut wie alle Unternehmen in Deutschland (98 Prozent) haben mittlerweile Zugang zum Internet.

Dabei haben auch die kleinen Unternehmen, die vor drei Jahren hinsichtlich der Einrichtung von Internetanschlüssen noch vergleichsweise zurückhaltend waren, aufgeholt. Zudem haben immer mehr Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz Zugang zum Internet: Waren es Ende 2004 noch 48 Prozent, sind es heute mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Beschäftigten. Die Branchen EDV und Telekommunikation, technische Dienstleister sowie Banken und Versicherungen sind dabei Vorreiter.

Dies zeigt eine repräsentative Befragung von rund 4.300 Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe und ausgewählten Dienstleistungsbranchen, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim Anfang 2007 mit finanzieller Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg durchgeführt hat.

Das Internet entwickelt sich in zunehmendem Maße zur Basis einer Vielzahl von Geschäftsprozessen. So wickeln 78 Prozent der Unternehmen ihren Einkauf entweder vereinzelt oder regelmäßig über das Internet ab. Gegenüber dem Jahr 2004 ist dies eine Steigerung von 9 Prozentpunkten, gegenüber 2002 entspricht es sogar einer Zunahme von 17 Prozentpunkten. Ebenfalls kontinuierlich zugenommen hat der Vertrieb über E-Commerce, das heißt der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen über das Internet.

Vertrieben vor fünf Jahren lediglich knapp zwei Fünftel der Unternehmen ihre Leistungen elektronisch, sind es heute 54 Prozent. Dabei überwiegt der elektronische Vertrieb an Unternehmen (B2B) mit 45 Prozent deutlich den Vertrieb an Privatkunden (B2C) mit 30 Prozent. Zugleich ersetzt das Internet zunehmend ältere Systeme des elektronischen Warenhandels, wie Electronic Data Interchange (EDI), das nur noch 23 Prozent (minus 6 Prozentpunkte gegenüber 2002) der Unternehmen nutzen.

Bei der Art der Anbindung ans Internet vollzieht sich derzeit ein Wandel vom analogen Modem oder ISDN hin zu DSL und Standleitung. Seit 2002 ist der Anteil der Unternehmen, die breitbandige Anschlüsse verwenden, von 49 Prozent auf 86 Prozent deutlich gestiegen. Dabei sind analoge Modems und ISDN-Anschlüsse noch vergleichsweise häufig in kleinen Unternehmen zu finden. Unternehmen ab 250 Beschäftigten nutzen dagegen oft auch den UMTS-Standard, um online zu gehen. Alternative Anbindungen wie Satellit, Powerline oder WIMAX werden bislang nur selten eingesetzt.

Ansprechpartnerin:
Bettina Müller, Telefon 0621/1235-352, Fax -333, E-Mail bettina.mueller@zew.de
ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/div/IKTRep/IKT_Report_2007.pdf - der IKT-Report des ZEW 2007

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Berichte zu: Dienstleistung IKT-Umfrage Prozentpunkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise