Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauprognose 2008: Trotz zunehmender gesamtwirtschaftlicher Risiken 3 % Umsatzwachstum

18.10.2007
Bei der Reform der sozialen Sicherungssystem "Kurs halten" - Neue investitionspolitische Akzente setzen - PPP voranbringen

Die deutsche Bauindustrie sieht derzeit gute Chancen, dass der Bauaufschwung - trotz zunehmender gesamtwirtschaftlicher Risiken - über die Jahreswende hinweg bis in das Jahr 2008 hinein "trägt". Wie der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie heute in Berlin in seiner Herbstpressekonferenz mitteilte, rechnet die Branche für 2008 mit einem Umsatzplus von nominal 3 %.

Wie schon 2007 wird die Baukonjunktur vor allem vom Wirtschaftsbau und vom öffentlichen Bau getragen. Allerdings dürften die positiven Umsatzerwartungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Unternehmen auch weiterhin unter ausgesprochen schwierigen Marktbedingungen behaupten müssten. Keitel verwies in diesem Zusammenhang vor allem auf steigende Baustoffpreise und Personalengpässe, die sich allmählich insbesondere bei Bauingenieuren abzeichnen.

Den Bauaufschwung sieht Keitel aber nur dann gesichert, wenn die Politik die "richtigen" wirtschafts- und investitionspolitischen Weichenstellungen vornimmt. Vor allem müsse die Bundesregierung bei der Erneuerung der sozialen Sicherungssysteme "Kurs halten". Für den Investitionsstandort Deutschland wäre es ein schlimmes Signal, wenn es zu einer "Rolle rückwärts" beim Arbeitslosengeld für Ältere käme.

Keitel: "Ich warne davor, die Agenda 2010 gerade in einem Punkt aufzuweichen, in dem sie unbestreitbar Erfolge vorweisen kann: Immerhin ist in den vergangenen zwölf Monaten die Arbeitslosigkeit der 55- bis 64-jährigen insgesamt um 20 % gesunken, in der Bauwirtschaft bei gewerblichen Arbeitnehmern um 18 % und bei Bauingenieuren sogar um 34 %".

Ebenso wichtig ist es für Keitel, dass neben den Kommunen auch der Bund nach einem Jahr rückläufiger Investitionen 2008 neue investitionspolitische Akzente setzt. Um den Prozess der Haushaltskonsolidierung nicht zu gefährden, sollte sich dabei endlich auch der Bund zu öffentlich-privaten Partnerschaften bekennen. Es komme jetzt darauf an, eine zweite Staffel von PPP-Verkehrsprojekten auf den Markt zu bringen. Keitel: "Werden diese Weichenstellungen heute nicht vorgenommen, so riskiert die Politik, dass der gesamtwirtschaftliche Aufschwung - vor allem auch der Bauaufschwung - spätestens 2009 zusammenbricht. Mit allen Konsequenzen etwa für die Beschäftigung. Für die deutsche Bauwirtschaft wäre dies ein schwerer Rückschlag im laufenden Erholungsprozess. Wir brauchen mehr als zwei Aufschwungjahre, um die Schäden aus zehn Jahren Baukrise zu beseitigen."

Für die 2. Hälfte des Jahres 2007 erwartet Keitel die Fortsetzung des "moderaten Aufwärtstrends". Die deutsche Wirtschaft bleibe insgesamt auf Wachstumskurs. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen des deutschen Verarbeitenden Gewerbes zeige sich vom steigenden Euro-Dollar-Kurs vorerst noch unbeeindruckt. Und auch die Städte und Gemeinden hätten ihre jahrelange Investitionszurückhaltung an vielen Stellen endlich aufgegeben. Der schwache Wohnungsbau werde deshalb den positiven baukonjunkturellen Trend nicht "kippen".

Keitel: "Wir gehen davon aus, dass der starke Wirtschaftsbau 2007 für ein erfreuliches Wachstum der baugewerblichen Umsätze von nominal 4,5 % sorgen wird."

Dr. Heiko Stiepelmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bauindustrie.de

Weitere Berichte zu: Akzent Bauaufschwung Bauprognose Wirtschaftsbau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte