Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dienstleistungswüste Deutschland? Das war einmal!

08.08.2007
Innerhalb der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Veranstaltungsreihe "Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze" werden in acht Innovationsforen herausragende Ergebnisse der deutschen Dienstleistungsforschung präsentiert.

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie wollen verreisen und stellen - kurz bevor Sie auf dem Münchener Flughafen in Ihr Flugzeug steigen - fest, dass Sie ihren Laptop am Check-Inn vergessen haben. Der Purser vom Bodenpersonal, dem Sie ihr Problem schildern, verspricht sich darum zu kümmern. Und tatsächlich: Sie bekommen Ihren Rechner eigens zum Flugzeug gebracht und dieses startet nebenbei gesagt auch noch pünktlich. Die Schilderung ist kein Werbetext, sondern an diesem Flughafen täglich erlebbare Realität und nur eines von vielen Beispielen dafür, dass Dienstleistungen in Deutschland besser sind als ihr Ruf.

Dies hat einen Grund, denn seit zwölf Jahren wird in diesem Bereich geforscht. Die These? Dienstleistungsforschung stellt einen wesentlichen Betrag zu Innovationen in diesem Sektor dar. Und das Ziel? Dienstleistungen systematisch zu entwickeln und diese dann in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen umzusetzen. "Service Engineering" lautet der Oberbegriff dieser Disziplin und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Grund genug, sie einmal näher vorzustellen. So begibt sich das Projekt "Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze" auf eine spannende Reise durch Deutschland und stellt in acht Innovationsforen die Forschungsergebnisse und die daraus folgenden praktischen Resultate dar.

Die innovativen Dienstleistungen des schon erwähnten Münchener Flughafens, der 2005 und 2006 zu Europas besten Airport gekürt wurde, sind ein hervorragendes Beispiel dafür. Hier findet am 17. September das Auftakt-Forum statt. Unter dem Titel "Sehnsucht nach Aufbruch und Abenteuer: Superior Service als Treiber innovativer Dienstleistungen" stellen Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TUM) deren Dienstleistungen und die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen dar. Eingeladen sind dazu Interessenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Weiter geht es am 25. Oktober in Stuttgart. Hier präsentiert sich das Verbundprojekt "ServLab". Dabei hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zusammen mit Accor ein Hotel in die virtuelle Wirklichkeit übertragen, um u. a. innovative Check-In-Prozessse zu entwickeln, die dem Kunden im Hotel später ganz real zu Gute kommen.

Danach rückt in Frankfurt am Main das Thema "Elektronische Märkte und Prognosebörsen" in den Mittelpunkt.

Eine weitere Fragestellung ist "Gesundheit, Wellness und Fitness als Grundlage der Innovation mit Dienstleistungen". In Berlin haben sich dazu die Verbundprojekte "IMIV IT basiertes Management von integrierten Versorgungsnetzwerken", "Das innovative Krankenhaus" und "Geschäftsmodelle der Telemedizin" an der Technischen Universität Berlin in Verbindung mit dem Telemedizincentrum der Charite (TMCC) und dem Verbundprojekt SPRINT "Der individuelle Gesundheitscoach" Lösungen überlegt. Innovationen wie die intensivere Vernetzung und die telemedizinische Unterstützung der Gesundheitsversorgung sind notwendig um auch zukünftig das Bedürfnis nach Gesundheit zu befriedigen. Die Projekte sind der Überwindung der zahlreichen Innovationsbarrieren und dem Aufbau realer innovativer Versorgungskonzepte gewidmet.

Auch nach Herzogenaurach führt die Reise durch die deutsche Dienstleistungswelt. Dieses Innovationsforum steht ganz im Zeichen der Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und dem Erfolg durch Individualität. Adidas und das Verbundprojekt "WinServ" haben die Antwort: "Mass Customization und Personalisierung" heißt sie. Das bedeutet, dass für jeden Kunden genau das Produkt bereitgestellt wird, welches er sich wünscht.

Weitere Station ist Hamburg, dort präsentiert sich das Verbundprojekt "China Star - Deutsche Dienstleister auf dem Weg nach China". Hier wurden praxisnahe Konzepte erarbeitet, die es deutschen Dienstleistungsunternehmen erlauben, systematisch neue Märkte mit ihrem Dienstleistungsangebot zu erschließen.

Im Innovationsforum "Standardisierung als Basis der Innvotiven Dienstleistungen" in Aachen bietet das Projekt "Standard:IS" die Erfüllung nach Einfachheit. Es trägt durch Normung und Standardisierung in Unternehmen dazu bei, die Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen zu fördern und die Exportfähigkeit von Dienstleistungen zu steigern.

Beim Abschlussforum in Leipzig geht es dann um die "HHL Open School Initiative". Ein Ansatz, der die Wirtschaft mit in Forschungsprozesse einbezieht und mit allen Beteiligten akademische Programme im Hochschulbereich entwickelt.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Nach dieser Deutschlandreise weiß man, dass das Land mit seinen innovativen Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze ist!

Kontakt:
Handelshochschule Leipzig (HHL)
Antje Sauerland
Public Relations
Tel.: 0341-9 85 16 64
E-Mail: antje.sauerland@hhl.de

Volker Stößel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhl.de

Weitere Berichte zu: Dienstleistung Innovationsforum Verbundprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht WSI-Tarifarchiv: Tariflöhne und -gehälter 2016: Reale Steigerungen von 1,9 Prozent
05.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten