Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dienstleister der Informationsgesellschaft - Starke Nutzung von speziell erstellter Unternehmenssoftware

16.07.2007
Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft nutzen mehr als zwei Drittel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs speziell für ihr Unternehmen erstellte Software. Knapp drei Viertel der Unternehmen verwenden branchenspezifische Software, und mehr als 90 Prozent der Unternehmen setzen Standardsoftware ein.

Ein Großteil der Unternehmen des Wirtschaftszweigs lässt darüber hinaus die eingesetzte Software von eigenen Mitarbeitern oder externen Anbietern modifizieren oder weiterentwickeln. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2007 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Die Architekten und technischen Berater und Planer sowie die Unternehmen der Werbebranche nutzen speziell erstellte Unternehmenssoftware vergleichsweise wenig. Knapp die Hälfte der Architekten und Unternehmen der Werbebranche und etwas mehr als die Hälfte der technischen Planer und Berater geben an, speziell für ihr Unternehmen erstellte Software zu verwenden. Die Telekommunikationsdienstleister und die Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung hingegen setzen häufig speziell erstellte Unternehmenssoftware ein (mehr als vier Fünftel der Unternehmen dieser Branchen).

Branchenspezifische Software kommt bei den Unternehmen des IKT-Handels und der Branche Software und IT-Dienste vergleichsweise wenig zum Einsatz. Etwa die Hälfte der IKT-Händler und etwa zwei Drittel der Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste geben an, branchenspezifische Software zu verwenden.

Mehr als vier Fünftel der Dienstleister der Informationsgesellschaft geben an, dass die in ihrem Unternehmen eingesetzte Software modifiziert oder weiterentwickelt wird. Die Architekten und technischen Planer und Berater greifen bei der Modifizierung und Weiterentwicklung der in ihrem Unternehmen eingesetzten Software eher auf externe Anbieter zurück. Nur etwa die Hälfte der Architekten und etwas mehr als zwei Drittel der technischen Berater und Planer geben an, dass die genutzte Software von eigenen Mitarbeitern modifiziert und weiterentwickelt wird. Die Unternehmensberater und Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste hingegen lassen die in ihrem Unternehmen eingesetzte Software eher von den eigenen Mitarbeitern modifizieren und weiterentwickeln als von externen Anbietern. Mehr als vier Fünftel der Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste und etwa drei Viertel der Unternehmensberater geben dies an.

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform:

An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung).

Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter http://www.zew.de/dienstleister abrufbar. Allgemeine methodische Hinweise finden Sie unter ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/asta.pdf. Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens findet sich unter ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/expans.pdf .

Anmerkung zur Hochrechnung:
Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".
Ansprechpartnerin:
Jenny Meyer, Telefon 0621/1235-166, Fax -333, E-Mail meyer@zew.de
ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/archiv/2007_BraRepDL_IKT_2Q2007.pdf - der aktuelle Branchenreport Dienstleister der Informationsgesellschaft

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de/dienstleister

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr steigt auf niedrigem Niveau merklich an
13.03.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie