Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Durch Bündelung 25 Prozent Einsparpotenzial bei den Verarbeitungskosten in der Investmentfondsbranche möglich

05.07.2007
Die Investmentfondsbranche könnte durch die Bündelung von Handel, Abwicklung und Verwahrung beim Vertrieb grenzüberschreitender Publikumsfonds die Verarbeitungskosten um 25 Prozent senken und somit einen Mehrgewinn von über 250 Mio. Euro realisieren. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von Deloitte und dem internationalen Zentralverwahrer und Unternehmen der Deutsche Börse Group Clearstream, die anlässlich des Fund Forum diese Woche in Monaco vorgestellt wurde.

Die für 2008 geplante Implementierung der Basel II-Standards berge für Branchenteilnehmer wie Transferagenten und Fondsvertreiber zudem die Möglichkeit, das für den Geschäftsbetrieb erforderliche aufsichtsrechtliche Eigenkapital um rund 20 Prozent zu reduzieren. Dies entspricht den Ergebnissen der zwischen März und Juni 2007 durchgeführten Studie zufolge ca. 4 Prozent des wirtschaftlichen Eigenkapitals.

Die europäische Investmentfondsbranche verwendet verschiedene Modelle wie Transferagenten in Luxemburg und Dublin, Zentralverwahrer in Frankreich und Deutschland oder kombinierte Modelle. Bei all diesen Modellen muss ein großer Teil der Auftragsverarbeitung manuell erfolgen. Da keine standardisierte Handelslösung existiert, muss zudem mit einer Vielzahl von Akteuren interagiert werden. Hinzu kommt, dass Zahlungen für Zeichnungen und Rücknahmen über verschiedene Kanäle verarbeitet werden, was zum einen das Risikopotenzial und zum anderen die Zahl der involvierten Intermediäre um ein Vielfaches erhöht.

Im Zentrum der Studie stand der Vertrieb grenzüberschreitender Publikumsfonds an den zwei bedeutendsten Märkten Europas, Luxemburg und Irland, auf die insgesamt annähernd 3 Bio. Euro des verwalteten Vermögens und mehr als 90 Prozent der grenzüberschreitenden Handelsaktivitäten entfallen. Für die Studie wurde die Wertschöpfungskette in verschiedene Prozesse und Unterprozesse unterteilt und deren Hauptkomponenten auf Kosten und Risiken hin untersucht. Die sich daraus ergebenden Annahmen und Ergebnisse wurden dann anhand von Daten wichtiger Marktakteure für jede Ebene der Wertschöpfungskette auf ihre Richtigkeit überprüft.

Philippe Seyll, Head of Investment Fund Services bei Clearstream,
kommentiert: "Erstmals quantifiziert eine Studie die Effizienzsteigerung durch Bündelung der Prozesse grenzüberschreitender Investmentfonds.

Clearstream ist besonders stolz darauf, im Dienste der Investmentfondsbranche ihr Know-how in anderen Anlageklassen wie Anleihen oder Aktien einbringen zu können und Lösungen anzubieten, die optimal auf die Bedürfnisse der Marktteilnehmer zugeschnitten sind und der Branche größtmöglichen Nutzen bringen".

Clearstream bietet für die Investmentfondsbranche zwei Produkte an:
Vestima+ ist das einzige auf dem Markt verfügbare Order-Routing-System
Vestima+ für Akteure der Investmentfondsbranche, bei dem Abwicklung und Verwahrung frei wählbar sind. Mehr als 27.000 Investmentfonds stehen auf der Plattform zur Verfügung, und das Volumen an Investmentfonds betreffenden Instruktionen, die durch Clearstream bearbeitet wurden, ist 2006 gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent auf knapp 6 Millionen gestiegen. CFF (Central Facility for

Funds) bietet seit März 2007 allen beteiligten Unternehmen, Transferagenten, Fondsvertreibern und Fonds-Promotern Abwicklungs- und Zahlungsinstruktionen in einem Paket.

Ansprechpartner für die Medien: Bruno Rossignol/Yolande Theis +352 2 43 31500 bruno.rossignol@clearstream.com, yolande.theis@clearstream.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Berichte zu: Investmentfond Investmentfondsbranche Transferagent

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort
25.04.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen