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Selbsteinschätzung per Mausklick für Krankenhäuser

24.04.2007
Ein von der Universität Witten/Herdecke entwickeltes Benchmark-Spiel hilft Krankenhäusern durch eine erste Standortbestimmung bei der Effizienzsteigerung

Aus den eigenen Schwächen lernen, um neue Herausforderungen besser zu bestehen: Auf diese Kurzformel könnte man die Idee des Benchmarkings bringen.

Benchmarkings finden im Wirtschaftsleben insbesondere in Unternehmen Anwendung, die sich mit einem zunehmenden Veränderungsdruck konfrontiert sehen. Krankenhäuser gehören zu dieser Gruppe, so dass eine Einschätzung der eigenen Situation im Verhältnis zum Wettbewerb relevante Kenntnisse für den Fortbestand erbringen kann. Eine Forschungsgruppe der Universität Witten/Herdecke hat jetzt im Internet ein Benchmark-Spiel bereitgestellt, mit dem Kliniken nach einigen Mausklicks eine erste Bestimmung ihrer Stärken und Schwächen erhalten.

Schätzungen zufolge droht einem Drittel aller deutschen Kliniken das Aus. Und besonders kleinere Häuser stehen unter Druck, ihre Effizienz zu steigern. Bei dem webbasierten Benchmarking der Universität Witten/Herdecke (UWH) geht es in erster Linie um das effiziente Management von Wissen und Prozessen, eine Grundvoraussetzung, um für den hohen Wettbewerbs- und Rationalisierungsdruck gewappnet zu sein.

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Das von der Forschungsgruppe Nachhaltigkeit der UWH entwickelte Benchmark bietet einen spielerisch aufgebauten und visualisierten Statusvergleich zu den Bereichen Prozessoptimierung, Kommunikation, Technik und Weiterbildung in Krankenhäusern. Für die Entwicklung des Benchmarks wurden Ergebnisse einer bundesweiten Krankenhausbefragung zu Rahmenbedingungen und Perspektiven des Wissensmanagements genutzt. Das Benchmark-Spiel ermöglicht in wenigen Minuten einen ersten Eindruck über die Positionierung des eigenen Krankenhauses im Vergleich zu anderen Kliniken. Gleichzeitig bietet es über Lernboxen Informationen zu einzelnen Instrumenten des Wissensmanagements und praktische Tipps zur Motivation des Krankenhauspersonals.

"Die Bedeutung der Ressource Wissen für die Qualität der Leistungserbringung im Krankenhaus ist vielen Führungskräften und insbesondere Ärzten und Pflegenden durchaus bewusst", sagt Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Wirtschaftswissenschaftlerin und Leiterin der Wittener Forschungsgruppe. Aber gerade kleineren Krankenhäusern, so Bohnet-Joschko, fehlen häufig die Mittel für ein gezieltes Management von Wissen und Prozessen mit Unterstützung durch geeignete Software.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojektes know-IT, das die Universität Witten/Herdecke mit der AGFA Healthcare/GWI AG und dem Pilotpartner Kliniken Oberallgäu durchführt, wurde ein Wissensmanagementsystem für Krankenhäuser entwickelt. Ein webbasiertes Transferportal, in dem auch das neue Benchmark-Spiel zu finden ist, zeigt Krankenhäusern inhaltliche Ansatzpunkte für den Aufbau eines Wissensmanagements auf und demonstriert Möglichkeiten der für Krankenhäuser lizenzkostenfreien Software.

Zur Teilnahme am Benchmark kommen Sie über:
http://www.krankenhauswissensmanagement.de
Weitere Informationen:
Dr. Sabine Bohnet-Joschko und Julian Dilling, Tel. 02302/926-593,
Mail: julian.dilling@uni-wh.de, Internet: http://www.uni-wh.de/know-IT

Bernd Frye | idw
Weitere Informationen:
http://www.krankenhauswissensmanagement.de
http://www.uni-wh.de/know-IT

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