Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltbank: Mittelstand sorgt für nächste Globalisierungswelle

13.12.2006
Wirtschaftsleistung mehr als je zuvor von den Entwicklungsländern getragen

In ihrem aktuellen Ausblick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sagt die Weltbank für die kommenden Jahre eine neue Globalisierungswelle voraus. Die Globalisierung soll bis 2030 kräftig an Fahrt gewinnen. Die weltweite Wirtschaftsleistung könnte sich den Prognosen zufolge von 35 Bio. Dollar im Jahr 2005 auf 72 Bio. Dollar im Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Als Globalisierungsmotor haben die Studienautoren eine neu entstehende Mittelschicht in Wachstumsmärkten wie China und Indien ausgemacht, dessen Einkommen sich zwischen 4.000 und 17.000 Dollar jährlich bewegen soll.

"Während die Wirtschaftsleistung sich im Vergleich zu den vergangenen 25 Jahren bis 2030 nur leicht beschleunigen wird, ist das Wachstum mehr als je zuvor von der starken Performance der Entwicklungsländer getragen", betont Studienautor Richard Newfarmer. Laut den Weltbank-Prognosen soll das Wachstum in den Märkten wie China und Indien im laufenden Jahr ein Rekordniveau von beinahe sieben Prozent erreichen. In den kommenden Jahren rechnen die Experten mit einer leichten Abschwächung auf etwas über sechs Prozent. Damit ist Wachstum in den Entwicklungsmärkten aber immer noch doppelt so hoch wie in den Industrienationen, denen ein Plus von 2,6 Prozent vorhergesagt wird.

Die so genannte neue Mittelklasse wird in den kommenden Jahren zahlenmäßig sprunghaft zunehmen. Bis 2030 könnten den Weltbank-Experten zufolge etwa 1,2 Mrd. Menschen rund um den Globus dieser finanzkräftigen Mittelschicht angehören. Das bedeutet eine Verdreifachung gegenüber dem heutigen Stand. Die Weltbank erwartet, dass der neue Mittelstand nicht nur das globale Wirtschaftswachstum weiter anheizt, sondern in den eigenen Ländern auch zu einer politischen Kraft heranwächst, die etwa für eine weitere Öffnung der Märkte sorgen könnte. Gewarnt wird allerdings ebenfalls vor der zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich in den Wachstumsmärkten.

Für Österreich rechnet die Nationalbank für die Jahre 2007 und 2008 mit einem anhaltend starken BIP-Wachstum von 2,8 bzw. 2,4 Prozent. "Die positive Wachstumsdynamik hält für Österreich auch 2007 weiter an, wobei das Wachstum von einer lebhaften Investitions- und Exporttätigkeit getragen wird und somit in Österreich stärker als im Euroraum-Durchschnitt ausfällt", betont Klaus Liebscher, Gouverneur der OeNB, auf Nachfrage von pressetext. Der Wachstumstrend stützt sich dabei insbesondere auf die günstigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus sei aber auch eine deutliche Belebung der Binnennachfrage zu verzeichnen (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061211024 ).

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.worldbank.org/gep2007

Weitere Berichte zu: Globalisierungswelle Wirtschaftsleistung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz