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Glos sieht im neuen World Energy Outlook wichtige Orientierungshilfe für die Energiepolitik

09.11.2006
"Die sorgfältig erarbeiteten Analysen der IEA zeigen deutlich die gewaltige globale Dimension der energie- und umweltpolitischen Herausforderungen.

Besonders wichtig sind die langfristige Bereitstellung von Energie für eine wachsende Weltwirtschaft, die Absicherung der Energieversorgung und die drängende Aufgabe, die CO2-Emissionen abzusenken.

Diese Ziele können wir nur in internationaler Abstimmung und bei Nutzung aller sinnvollen Einsparpotentiale und geeigneten Energiequellen erreichen. Wie für die IEA heißt das im übrigen auch für mich: Wir brauchen dazu die Kernenergie."

Der World Energy Outlook 2006 beschreibt in verschiedenen Szenarien die globale Energiezukunft bis zum Jahre 2030. Im Referenzszenario wird dabei ein Bild gezeichnet, das von einem Zuwachs des Weltenergiebedarfs um mehr als 50 % bis 2030 gekennzeichnet ist.

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Über 70 % dieses Anstiegs beanspruchen die Entwicklungsländer, deren Wirtschaft und Bevölkerung stärker steigen als in den Industrieländern. Die steigende Nachfrage nach fossilen Energieträgern stellt die Sicherheit der Versorgung vor ernste Probleme und erhöht den Ausstoß an energiebedingten CO2-Emissionen um 55 %.

Diesem Bild wird ein Alternativszenario gegenübergestellt, dass auf der Umsetzung von gegenwärtig geplanten energie- und umweltpolitischen Maßnahmen basiert. Dadurch ergeben sich gegenüber dem Referenzszenario Einsparungen beim Energieverbrauch von 10 % und bei den CO2-Emissionen um 16 %. Zu den hierfür erforderlichen Maßnahmen zählen verstärkte Einsparmaßnahmen und eine stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien und der Kernenergie.

Allerdings zeigt auch dieses "Alternativszenario" noch deutlich steigende CO2-Emissionen. Eine Absenkung auf das heutige Niveau erforderte technologische Fortschritte in bislang nie gekanntem Ausmaß. Außerdem müssten noch stärkere politische Maßnahmen ergriffen werden als im Alternativszenario, vor allem in den Bereichen Energieeinsparung, bei der Ankurbelung der Stromerzeugung auf Basis der Kernenergie und der Erneuerbaren und durch stärkere Unterstützung der Einführung der CO2-Abscheidung und Lagerung.

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.bund.de

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