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Außenhandelszahlen im September: Außenhandel schon vor Terroranschlägen gedämpft

13.11.2001


"Der Rückgang des Handelsbilanzüberschusses um 4,5 Milliarden DM gegenüber dem Vormonat ist nicht maßgeblich auf die Terroranschläge in den USA zurückzuführen. Die schwierige weltwirtschaftliche Lage hat der deutschen Exportwirtschaft schon vor dem 11. September zu schaffen gemacht." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin. So reduziere sich nach einer Prognose des BGA das Wachstum im gesamten Welthandel in diesem Jahr von 12 auf sechs Prozent. "Davon ist die Außenhandelsnation Deutschland besonders betroffen", so Börner.

"Die Ereignisse in den USA werden die deutsche Außenhandelskonjunktur allerdings weiter dämpfen. Dies dürfte sich bei den deutschen Exporten mit einer Verzögerung von sechs Monaten niederschlagen. Besonders der Investitionsgütersektor wie Maschinen- und Anlagenbau wird unter der verminderten Auslandsnachfrage zu leiden haben" so Börner.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die neuesten Zahlen zum deutschen Außenhandel bekannt gegeben. Demnach wurden im September 2001 von Deutschland Waren im Wert von 97,1 Milliarden DM ausgeführt und Waren im Wert von 85,4 Milliarden DM eingeführt. Die deutschen Ausfuhren lagen damit im September 2001 um 1,3 Prozent höher und die Einfuhren um 2,4 Prozent niedriger als im September 2000. Gegenüber dem Vormonat sanken die Ausfuhren um 3,9 Milliarden DM, die Einfuhren stiegen um 0,6 Milliarden DM.

"Mit einem Wachstum von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bleibt der deutsche Export im September hinter unseren Erwartungen zurück. Der weltweite Nachfragerückgang sollte aber keinesfalls durch heimische Konjunkturprogramme aufgefangen werden. Die jüngste Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank war ein richtiges und ermutigendes Signal an die Märkte. Die Bundesregierung muss jetzt ebenfalls einen positiven Beitrag leisten und die nächste Stufe der Steuerreform vorziehen," erklärte BGA-Präsident Börner.

Hans-Jürgen Müller | ots

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