Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Unternehmen gehören zu den führenden Investoren in Frankreich

10.05.2006


Invest in France Agency veröffentlicht Jahresbilanz 2005

Deutschland gehörte auch im Jahr 2005 in Frankreich wieder zu den wichtigsten Ursprungsländern ausländischer Investitionen. Das ist eines der Ergebnisse der Jahresbilanz 2005, die Clara Gaymard, Präsidentin der Invest in France Agency (IFA), heute in Paris vorstellt. Mit insgesamt 136 deutschen Investitionsprojekten konnten 6.829 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise dauerhaft gesichert werden. Damit liegt Deutschland hinter den USA an zweiter Stelle im Ranking der bedeutendsten Investorenländer. Emmanuel Lefèvre, Geschäftsführer der Invest in France Agency in Deutschland, betont: "Im Mittelpunkt der Investitionsentscheidungen steht nicht die Auslagerung von Arbeitsplätzen aus Deutschland, sondern die Erschließung des französischen Marktes. Betrachtet man die Investitionsprojekte im Detail, stellt man fest, dass Frankreich eher eine Ergänzung denn eine Konkurrenz zum Wirtschaftsstandort Deutschland darstellt."

Im Vergleich zum Jahr 2004 ist die Zahl der international realisierten Projekte um 12,4 Prozent gestiegen und hat ein Rekordniveau von 664 Projekten erreicht: 33.296 Arbeitsplätze wurden neu geschaffen beziehungsweise dauerhaft gesichert. Wie auch in den vergangenen Jahren sind Westeuropa (58,6 Prozent der geschaffenen Arbeitsplätze) und Nordamerika (30,6 Prozent) die führenden Investoren in Frankreich. 29 Prozent der insgesamt geschaffenen beziehungsweise gesicherten Arbeitsplätze gehen auf die USA zurück, 20,1 Prozent auf Investitionen aus Deutschland.

Wirtschaftszweige und bevorzugte Zielregionen

Als attraktivste Zielregionen konnten die Regionen Ile de France und Rhône-Alpes ihren Vorsprung weiter ausbauen. 40,8 Prozent der insgesamt geschaffenen beziehungsweise gesicherten Arbeitsplätze entfielen im Jahr 2005 auf diese Destinationen (gegenüber 31,8 Prozent in 2004), die auch für deutsche Investoren zu den wichtigsten Zielregionen gehören. 23,5 Prozent der deutschen Investitionen entfielen auf die Region Ile de France, 15,5 Prozent auf die Region Rhône-Alpes, 12,5 Prozent auf die Region Midi-Pyrénées. Unter den deutschen Investitionen waren Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche und dem Eisenbahn- und Schiffsbau mit einem Anteil von 17,6 Prozent am stärksten vertreten. Ihnen folgt die Automobilindustrie mit einem Anteil von 15,5 Prozent. An dritter Stelle folgen Zulieferer und Hersteller aus der Elektro- und Elektronikbranche, dem IT-Bereich und der Medizintechnik mit einem Anteil von 11,7 Prozent. An vierter Stelle liegt mit einem Anteil von 10,2 Prozent die Bau- und Logistikbranche.

Standortattraktivität Frankreichs

Mit einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden Euro (Quelle: Banque de France) belegt Frankreich bei den ausländischen Direktinvestitionen hinter Großbritannien, dessen außerordentliche Platzierung in diesem Jahr auf eine bedeutende Übernahme in der Energiebranche zurück zu führen ist, China und den USA international den vierten Rang.

"Frankreich bleibt einer der wichtigsten Standorte unter den großen Wettbewerbern der Globalisierung wie China, den USA oder Großbritannien. Die Zahlen demonstrieren, dass ausländische Investoren offensichtlich ein größeres Vertrauen in unser Land haben als wir selbst", unterstreicht IFA-Präsidentin Clara Gaymard heute in Paris.

Annegret Winzer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.investinfrance.de/
http://www.investinfrance.org/

Weitere Berichte zu: Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie