Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EUREN-Bericht zu den Konjunkturaussichten für Europa

11.01.2006


Das European Economic Network (EUREN) ist ein Netzwerk von sieben führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten, darunter das RWI Essen. Heute präsentiert EUREN in Brüssel seinen achten gemeinsamen Bericht zu den wirtschaftlichen Aussichten Europas. Die Institute haben ihre Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung im Euro-Raum gegenüber ihrer Vorhersage vom vergangenen Juni nicht verändert und erwarten für 2006 weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 1,9 %.



Die im Forschungsnetzwerk EUREN zusammengeschlossenen Institute gelangen zu der Einschätzung, dass im Euroraum ein Aufschwung begonnen hat. Sie erwarten für 2006 einen Zuwachs des BIP von 1,9 %. Getragen wird die Expansion voraussichtlich vor allem von den Investitionen, die bereits in der zweiten Hälfte von 2005 deutlich an Stärke gewonnen hatten. Allerdings gehen die Institute nicht davon aus, dass es zu einem Investitionsboom ähnlich dem Ende der neunziger Jahre kommt, da die Kapazitätsauslastung immer noch recht gering ist.

... mehr zu:
»EUREN »EUREN-Bericht »Economic »RWI


Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt nach Einschätzung der Institute günstig. Da jedoch bei kräftiger wachsender Binnennachfrage auch die Importe spürbar zulegen dürften, leistet die Außenwirtschaft wohl per Saldo keinen nennenswerten Wachstumsbeitrag. Bei der Konsumnachfrage erwartet EUREN keine durchgreifende Beschleunigung, auch weil sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nur allmählich verbessern dürfte.

Bei moderatem Rohölpreis dürfte sich Inflation in 2006 abschwächen

Die Inflation, die sich zuletzt vor allem aufgrund höherer Energiepreise beschleunigt hatte, dürfte sich im Verlauf von 2006 wieder abschwächen und die Zielrate der EZB unterschreiten. Dies gilt freilich nur unter der Annahme, dass sich Rohöl nicht erneut verteuert; die Institute gehen von einem Preis von 60 $/b im Jahresdurchschnitt aus.

Alles in allem bleibt der Aufschwung jedoch anfällig für Störungen von außen, da die Binnennachfrage im Vergleich zu früheren Aufschwüngen nur sehr zögerlich anspringt.

Die sieben EUREN-Mitglieder sind:
1) Bureau fédéral du Plan (BfP), Bruxelles, Belgium
2) Centre d’Observation Economique de la Chambre de Commerce et d’Industrie
de Paris (COE), France
3) Centro de Predicción Económica (CEPREDE), Madrid, Spain
4) Centro Studi Confindustria (CSC), Rome, Italy
5) Oxford Economic Forecasting Ltd (OEF), Oxford, United Kingdom
6) Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, Germany
7) Economic Research, Marketing and Computing (KOPINT-DATORG), Budapest, Hungary

Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Roland Döhrn, Tel.: (0201) 81 49-262
Sabine Weiler (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-213

Joachim Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwi-essen.de

Weitere Berichte zu: EUREN EUREN-Bericht Economic RWI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte