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Konsumklima: so gut wie seit langem nicht mehr

28.12.2005


GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2005

Deutsche Konsumenten glauben zum Ende des Jahres sehr viel häufiger als zuvor, dass es mit der konjunkturellen Entwicklung aufwärts geht. Nach einer Abwärtsbewegung im November legte der Indikator zum Jahresende um 20,5 Punkte kräftig zu und setzte damit die seit Mitte 2005 anhaltende Aufwärtsentwicklung fort. Mit einem Wert von 11,9 liegt er jetzt deutlich im positiven Bereich und ist so hoch wie seit Juli 2002 nicht mehr.

Von den ungewöhnlich stark gestiegenen Erwartungen an die konjunkturelle Lage profitierten die Erwartungen an die persönliche finanzielle Situation im Dezember nur bedingt. Der Indikator Einkommenserwartung stieg leicht um 1,6 Punkte auf einen Wert von minus 11,3. Damit setzt sich der charakteristische Zick-Zack-Kurs der letzten Monate fort.

Der Indikator Anschaffungsneigung legte im Dezember um 10,2 Punkte auf einen Wert von 2,1 zu. Er liegt damit erstmals Ende 2001 wieder im positiven Bereich. Zuletzt war damals kurz vor Einführung des Euro, ein höherer Wert zu verzeichnen.

Angesichts der insgesamt positiven Entwicklung der Einzelindikatoren der Verbraucherstimmung stieg auch der Wert des Konsumklimaindikators. Für Januar 2006 prognostiziert der Indikator - nach revidiert 3,4 Punkten im Dezember - einen Wert von 3,8 Punkten.

Damit haben sich die Chancen auf eine etwas positivere Entwicklung des privaten Konsums im neuen jahr leicht verbessert. Die offensichtlich derzeit positive Einstellung gegenüber der neuen Regierung, die größere finanzielle Planungssicherheit und die gestiegene Bereitschaft, größere Anschaffungen schon bald zu tätigen, weisen deutlich darauf hin. Die ins Haus stehende Fußballweltmeisterschaft trägt nicht nur schon jetzt im Weihnachtsgeschäft dazu bei, sondern wird in den nächsten Monaten für zusätzlichen Konsum sorgen. Auch ist zu erwarten, dass die von der Regierung in Aussicht gestellten Mehrbelastungen dazu führen, dass man Anschaffungen vorzieht.

Dr. Ulrike Schoeneberg | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gfk.de

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