Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT- und Mediensektor in Baden-Württemberg erwartet bessere Geschäfte

29.07.2005


Optimismus für das dritte Quartal / Kaum Veränderungen der IKT-Investitionen in 2005


Bei den rund 35.000 Unternehmen und Selbstständigen des IT- und Mediensektors in Baden-Württemberg herrscht Zuversicht: 38 Prozent der Unternehmen rechnen im dritten Quartal 2005 mit einer besseren Geschäftslage im Vergleich zum Beginn des Jahres. Die Konjunktureinschätzung ist damit deutlich besser als in den traditionellen Industriezweigen Chemie, Maschinenbau, Automobilbau, Medizin-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie in den Bereichen Verkehr, Bank- und Versicherungsgewerbe und technische Dienstleister. Dort erwartet nur jedes vierte Unternehmen im dritten Quartal 2005 eine konjunkturelle Verbesserung in eigener Sache. Dies ist ein Ergebnis der ersten repräsentativen Unternehmensbefragung im Rahmen des neuen Forschungsprojekts FAZIT. Es wird gemeinsam von der MFG Stiftung Baden-Württemberg, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven für Innovationen, neue Märkte und Arbeitsplätze durch Informations- und Medientechnologien im Südwesten.

Bei den von den Unternehmen für 2005 geplanten Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zeichnen sich keine großen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ab. Fast 70 Prozent der Unternehmen erwarten gleich bleibende IKT-Investitionen. Interessant sind die Unterschiede bei der Betrachtung der Investitionstätigkeit nach Unternehmensgrößenklassen. Während kleine und mittlere Firmen per Saldo (berechnet aus positiven und negativen Erwartungen) eher mit rückläufigen IKT-Investitionen rechnen, erwarten per Saldo über 24 Prozent der Großunternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern steigende Ausgaben für ihre Informations- und Kommunikationssysteme.


"Mit dem im Rahmen der Zukunftsoffensive III vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt FAZIT erforschen wir die Märkte und Technologien von morgen", so Dr. Ansgar Zerfaß, Geschäftsleitung MFG Stiftung Baden-Württemberg, bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Stuttgart. "Regelmäßige Branchenumfragen identifizieren Marktchancen und ermöglichen der IT- und Medienwirtschaft eine schnelle Umsteuerung. Parallel dazu zeigen Foresight-Methoden, wie Delphi-Studien in Kombination mit Szenario-Analysen und Technology Roadmaps, an welchen Schnittstellen zwischen Informationstechnologie und Anwenderbranchen neue Forschungsthemen und Marktchancen speziell für Baden-Württemberg entstehen können."

Die künftig halbjährlich durchgeführte FAZIT-Unternehmensbefragung umfasst den IT- und Mediensektor sowie weitere ausgewählte IKT-Anwenderbranchen in Baden-Württemberg. Im IT- und Mediensektor sind Unternehmen der Branchen IT- und Medienhardware, Software, (Tele-) Kommunikation und Datenverarbeitungsdienstleistungen, audiovisuelle Medien, Druck und Verlag, Werbung und Marktkommunikation sowie Inhalte-Dienstleister zusammengefasst. Dieser Bereich ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Baden-Württemberg und beschäftigt rund 300.000 Menschen. Als Anwenderbranchen wurden chemische Industrie, Maschinenbau, Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Automobilindustrie, Verkehrsdienstleister, Bank- und Versicherungsgewerbe und technische Dienstleister befragt. Dort ist die Informationstechnologie als Querschnittsfunktion ein wichtiger Treiber für Prozessoptimierungen und Wertschöpfung.

Yvonne Arnold | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mfg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert
24.01.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie