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KfW Bankengruppe mit Fördervolumen von 22,9 Mrd. EUR

26.07.2005


Die KfW Bankengruppe hat im ersten Halbjahr 2005 mit 22,9 Mrd. EUR ein zufrieden stellendes Gesamtfördervolumen erzielt. Das Ergebnis lag vor allem aufgrund von ausgelaufenen Programmen der KfW Förderbank erwartungsgemäß unter dem des Vorjahres (26,4 Mrd. EUR).

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Die Förderung in den verschiedenen KfW-Marken entwickelten sich dementsprechend unterschiedlich: Während die Finanzierungen der KfW Förderbank für Wohnungsbau, Sanierung, Umweltschutz, Infrastruktur und Bildung von 15,9 Mrd. EUR auf 11,4 Mrd. EUR zurückgingen, stieg das Volumen der KfW Mittelstandsbank um ein Viertel ggü. dem Vorjahreszeitraum auf 6,0 Mrd. EUR an (4,8 Mrd. EUR).

KfW Mittelstandsbank


Der Zuwachs in der KfW Mittelstandsbank beruht vor allem auf einem Plus bei den Verbriefungen von Mittelstandskrediten (1,4 Mrd. EUR ggü. 222 Mio. EUR). Die für Verbriefungstransaktionen üblichen großen Volumina sorgen für Einmaleffekte, die keine Aussagen auf den Verlauf des Gesamtjahrs zulassen.

Besonders erfreulich ist aber auch: Gegen den Markttrend konnte die KfW Mittelstandsbank ihre Kreditzusagen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Gründer auf 4,2 Mrd. EUR (4,0 Mrd. EUR) ausweiten - das entspricht einem Zuwachs von 5 %. Angesichts der schwachen konjunkturellen Entwicklung und der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Unternehmen ist das ein sehr positives Ergebnis. Mezzanine Finanzierungen mit 271 Mio. EUR (408 Mio. EUR) und Beteiligungsfinanzierungen mit 125 Mio. EUR (191 Mio. EUR) wurden hingegen deutlich weniger nachgefragt.

KfW Förderbank

Der Rückgang des Fördervolumens in der KfW Förderbank um 29 % auf 11,4 Mrd. EUR liegt im erwarteten Bereich. Grund hierfür ist das planmäßige Auslaufen des "Sonderfonds Wachstumsimpulse" für kommunale Infrastrukturmaßnahmen (Halbjahresergebnis 2004: 2,3 Mrd. EUR) sowie des "Wohnraummodernisierungsprogramms 2003" (0,9 Mrd. EUR). Zudem lag das Volumen der Verbriefungen mit 1,5 Mrd. EUR unter dem des Vorjahreszeitraums (4,2 Mrd. EUR).

Die zu Jahresbeginn neu strukturierten Programme im Bereich "Bauen, Wohnen und Energie sparen" - "Ökologisch Bauen" (141 Mio. EUR), "Wohnraum Modernisieren" (450 Mio. EUR) und "Solarstrom Erzeugen" (209 Mio. EUR) - sind gut gestartet. In der Wohneigentumsförderung hat die KfW Förderbank im ersten Halbjahr 2005 mehr als 42.000 Familien unterstützt und mit 2,4 Mrd. EUR (2,5 Mrd. EUR) nahezu das Zusagevolumen des Vorjahrszeitraums erreicht.

Positiv entwickelt hat sich die KfW-Bildungsförderung: Insgesamt wurden hierfür Kredite über insgesamt 442 Mio. EUR vergeben; das entspricht einem Plus von 12 % (395 Mio. EUR). Um gut ein Drittel auf 53 Mio. EUR (40 Mio. EUR) wuchs das Zusagevolumen des Bildungskredits, der sich an Studierende in der Endphase des Studiums wendet, an. Die Finanzierung der Lebenshaltungskosten durch einen Kredit wird also von einer wachsenden Zahl von Studierenden als Alternative zum Jobben gesehen.

KfW IPEX-Bank

Mit einem Neugeschäft von 4,8 Mrd. EUR (4,9 Mrd. EUR) hat die KfW IPEX-Bank im ersten Halbjahr 2005 ein gutes Zwischenergebnis erzielt. Für das Gesamtjahr wird ein Volumen zwischen 8 und 10 Mrd. EUR angestrebt. Das Auslandsgeschäft der KfW IPEX-Bank hat mit 3,5 Mrd. EUR (2,6 Mrd. EUR) dabei eine größere Dynamik als die Finanzierungen im Inland (1,3 Mrd. EUR ggü. 2,3 Mrd. EUR im Vorjahreszeitraum). Drei Viertel der ausländischen Kreditnachfrage kam von Kunden aus der Europäischen Union. Finanzierungsschwerpunkte im Ausland waren Projekte der Grundstoffindustrie und der Verkehrsinfrastruktur sowie in den Sektoren Schifffahrt und Energie/Umwelt. Im Inland spielten Kredite an das verarbeitende Gewerbe sowie an das Dienstleistungsgewerbe die größte Rolle, gefolgt von Finanzierungen im Schifffahrtssektor.

KfW Entwicklungsbank und DEG

Für die Förderung von Entwicklungs- und Schwellenländern hat die KfW Entwicklungsbank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 451 Mio. EUR (524 Mio. EUR) zugesagt. 336 Mio. EUR davon stammen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 107 Mio. EUR setzte die KfW aus eigenen Mitteln zur Finanzierung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit ein. Das KfW-Tochterunternehmen DEG finanzierte im ersten Halbjahr Investitionen der Privatwirtschaft in Entwicklungsländern in Höhe von 0,3 Mrd. EUR (0,2 Mrd. EUR).

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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