Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-japanische Forschung eröffnet neue Märkte

15.07.2005


In München legten am Freitag, 15. Juli, Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft und der japanischen Tohoku-Universität den Grundstein für eine künftige Kooperation: Die Experten wollen gemeinsam Mikrosystemtechnik für kleine und mittelständische Unternehmen in Japan entwickeln.



Die Japaner investieren in die Zukunft: In der Millionenstadt Sendai, rund 300 Kilometer nördlich von Tokio, entsteht zur Zeit ein MEMS-Cluster - ein Technologiepark für kleine und mittelständische Unternehmen, die Micro-Electro-Mechanical Systems, kurz MEMS, entwickeln, bauen und einsetzen. Die Stadt, die im Zentrum einer traditionell von Agrarwirtschaft dominierten Region liegt, fördert seit Jahren die Ansiedlung von HighTech-Unternehmen. Das MEMS-Cluster ist die jüngste dieser Initiativen. Neue Technologien für den Einsatz in der Praxis wollen jetzt Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft und der renommierten japanischen Tohoku University in Sendai gemeinsam erarbeiten.

... mehr zu:
»MEMS »Mikrosystemtechnik


"Mit MEMS, zu deutsch Mikrosystemtechnik, lassen sich integrierte Bauteile mit Sensorik, Aktorik und Elektronik entwickeln", erklärt Professor Thomas Geßner vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Chemnitz, der künftig eng mit den japanischen Kollegen zusammenarbeiten will. "MEMS sind eine wichtige Zukunftstechnologie, denn die Komponenten sind klein, günstig und geradezu universell." Sie werden heute bereits in der Optoelektronik, Biotechnologie, Genforschung und Automobilindustrie eingesetzt.

Speziell für die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen werden Prof. Geßner in Chemnitz und Prof. Masayoshi Esashi von der Tohoku University jetzt ihr Know-how bereitstellen. Professor Geßner hat lange Erfahrung mit Mikrosystemtechnik-Anwendungen in der Industrie, Esashi ist einer der weltweit führenden MEMS-Forscher in Japan. Am Freitag wurde in der Fraunhofer-Zentrale in München ein Memorandum of Understanding zwischen beiden Forschergruppen und der Stadt Sendai unterzeichnet. "Wir begrüßen die geplante Zusammenarbeit sehr", betonte Dr. Alfred Gossner, Finanzvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. "Die Kooperation ergänzt unsere Aktivitäten in Asien und speziell Japan, die uns als global denkende Forschungseinrichtung sehr am Herzen liegen."

"Für das IZM bietet der Technologiepark in Sendai eine einmalige Gelegenheit, Kontakte zu kleinen und mittelständischen Unternehmen in Japan zu knüpfen", erklärt Geßner. "Wir sind glücklich, in Prof. Esashi einen starken japanischen Partner zu haben, mit dem wir künftig gemeinsame Projekte akquirieren und durchführen können."

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: MEMS Mikrosystemtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit Algen Arthritis behandeln

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie