Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Positive Resonanz auf das neue Förderangebot "Regionalmanagement"

24.08.2001


Das im August 2000 neu geschaffene Förderangebot für Regionalmanagement erweist sich als wichtige Erweiterung der gemeinsamen Regionalförderung von Bund und Ländern.

Rund 25 strukturschwache Gebiete nutzen bislang die Möglichkeit, ihr regionales Entwicklungspotenzial verstärkt zu mobilisieren und regionale Entwicklungsaktivitäten zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung zu organisieren. Sie erhalten hierfür in einer Anlaufphase von maximal drei Jahren Zuschüsse von bis zu 400.000 DM pro Jahr aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA). Bindende Voraussetzung ist eine Eigenbeteiligung der zuständigen Kreise bzw. kreisfreien Städte von mindestens 20 Prozent.

Die Regionalmanagement-Projekte, die unter starker Beteiligung der regionalen Wirtschaft konzipiert und umgesetzt werden, sind sehr vielfältig. Sie umfassen die Entwicklung und Umsetzung integrierter regionaler Entwicklungskonzepte, den Aufbau regionaler Netzwerke und Kommunikationsstrukturen sowie auch die Förderung von branchenspezifischen Kompentenzzentren. Sie zielen häufig auf eine Profilierung der Region und ein verbessertes Regionalmarketing.

Schwerpunkt der Regionalmanagement-Aktivitäten bilden vor allem die ostdeutschen Bundesländer. Während Mecklenburg-Vorpommern insbesondere auf die Förderung seiner traditionellen Stärken maritime Wirtschaft und Qualitätstourismus setzt und daneben die Erschließung von Wachstumspotentialen in der Biotechnologie promovieren will, nutzen Brandenburg oder auch Sachsen das neue Förderangebot zur zielgerichteten Profilierung und Vermarktung als Wissenschafts- und Technologiestandorte oder zur Weiterentwicklung regionaler Branchenkompetenzen. Auch westdeutsche Problemregionen nutzen intensiv die Förderung von Regionalmanagement-Projekten. Einer der ersten Förderanträge kam aus dem ehemaligen Zonenrandgebiet Osterode am Harz, das mit dem Aufbau eines Mechatronik-Kompentenzzentrums die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungsinstituten sowie Erst- und Weiterbildungseinrichtungen stärken will. Auch Regionen aus Schleswig-Holstein setzen auf eine stärkere "Entwicklung von unten", um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern.

Müller: "Die positive Resonanz ist überaus erfreulich. Das Förderangebot für Regionalmanagement ist ein attraktiver und wichtiger Baustein, um in strukturschwachen Gegenden die Regionalentwicklung auf breiter Basis zu verankern und durch Mobilisierung der regionalen Eigenkräfte voranzutreiben."

Das Regionalmanagement stellt eine wichtige Erweiterung des bisherigen Förderangebots der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) dar. Die Gemeinschaftsaufgabe fördert primär Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft und der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung neuer und Sicherung bestehender wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze.

Die Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH (GIB) wird das zunächst als Modellversuch bis zum 31.12. 2003 befristete Förderangebot für Regionalmanagement wissenschaftlich begleiten. Ihre Aufgaben sind vor allem die Organisation und Moderation des Erfahrungsaustausches sowie die Abschätzung der regionalen Auswirkungen der jeweiligen Fördervorhaben.

| BMWi NEWSLETTER

Weitere Berichte zu: Regionalmanagement Wirtschaftsstruktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie