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Europäische Hotellerie weiterhin im Aufwärtstrend

17.08.2001


Südeuropäische Märkte wachsen schneller als nordeuropäische - insbesondere München und Frankfurt legen zu - verhaltene Prognose von Andersen

Eschborn/Frankfurt am Main, 16. August 2001 - Die europäische Hotellerie hält der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums stand: Der durchschnittliche Netto-Logisumsatz pro Zimmer liegt bei 76 Euro, das sind 3,5 Prozent mehr gegenüber dem ersten Halbjahr 2000. Den leicht rückläufigen Reiseverkehr und die geringere Nachfrage konnten die Hotels mit Preissteigerungen ausgleichen - dies belegen die Halbjahresergebnisse der 3000 Hotels in Europa, die an der Hotel Industry Benchmark Survey des internationalen Beratungs- und Prüfungsunternehmens Andersen teilnehmen.

Auffallend an den Halbjahresergebnissen sind die unterschiedlichen Entwicklungen der europäischen Hotelmärkte. Südeuropäische Märkte verzeichneten in der ersten Jahreshälfte generell bessere Leistungen als ihre nordeuropäischen Pendants. Die Hotellerie in Paris, Rom, Mailand und Barcelona hat zweistellige Zuwachsdaten im durchschnittlichen Netto-Logisumsatz pro Zimmer gemeldet, während in London und Amsterdam unterdurchschnittliche Zuwächse verbucht wurden.

Die deutschen Hotels haben mit insgesamt rund 85.000 Zimmern ein Plus von 4,4 Prozent im durchschnittlichen Netto-Logisumsatz pro Zimmer erwirtschaftet. Auch die Zimmerpreise nahmen zu, um 5,6 Prozent auf durchschnittlich 88 Euro, womit sie allerdings noch immer unter dem europäischen Niveau liegen. Von den deutschen Großstädten konnten insbesondere München und Frankfurt mit einem Plus von 25 bzw. 13 Prozent, insbesondere aufgrund von Preissteigerungen, deutlich zulegen.

Die zukünftige Entwicklung des europäischen Hotelmarktes betrachtet Andersen mit verhaltenem Optimismus. Aufgrund der sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen ist von einem Rückgang in der Hotelnachfrage auszugehen. Zumindest bis Jahresende könnten allerdings die Logisumsätze weitestgehend unbeeinträchtigt bleiben, sollten die Zimmerpreise dem noch mäßigen Marktdruck standhalten.

Christoph Kohllöffel | Pressemitteilungen

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