Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projektorientierte Arbeit schafft Lösungen: RUB-Arbeitswissenschaftler liefern das Know-how

07.06.2005


Mit ihrem projektorientierten Herangehen haben Wissenschaftler des Instituts für Arbeitswissenschaft der RUB (IAW) Lehre und Forschung erfolgreich miteinander verknüpft: Die Wuppertaler Praxisgemeinschaft "radprax" konnte mit Hilfe der Methoden, die Prof. Dr. Thomas Herrmann und sein Team entwickelt haben, binnen kürzester Zeit ein neues Röntgen-Informationssystem anpassen und in Betrieb nehmen. 130 Mitarbeiter und 21 Ärzte arbeiten nun vernetzt mit diesem System. "Nur in solch konkreten Projekten lernen unsere Absolventen, Lösungen zu entwickeln", sagt Prof. Herrmann.



Mensch, Technik, Organisation

... mehr zu:
»Arbeitswissenschaft »IAW »RUB


Der Clou der Methoden am Lehrstuhl für Informations- und Technikmanagement (ITMT) ist der sozio-technische Ansatz: Bei Projekten in der Informationstechnik steht allzu oft die Technik im Vordergrund, der "Faktor Prozessorganisation" wird leicht vergessen. Methoden, die Bochumer Wissenschaftler gemeinsam mit ihren Studierenden anwenden, verbessern in der Praxis das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation. So planen sie zum Beispiel den zukünftigen Umgang mit neuen Informationssystemen und erarbeiten Vorgaben - etwa für die Maskengestaltung eines Programms - in Workshops.

Integriert betrachtet

Entscheidend für den Erfolg ist, dass nicht nur die Technik mitspielt, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: So hat die Wuppertaler Praxisgemeinschaft durch die Methoden aus Bochum ihre bisherigen Arbeitsprozesse auf den Prüfstand gestellt, neue Arbeitsabläufe gestaltet und "implementiert". "Es reicht nicht aus, eine IT-Lösung zu entwickeln und bereit zu stellen", sagt Prof. Herrmann. "Vielmehr müssen wir soziale und informationstechnische Aspekte bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen integriert betrachten."

Forschung und Lehre im Masterprogramm

Diesem Credo sind Prof. Herrmann und sein interdisziplinäres Team am IMTM in Forschung, Praxis und Lehre verpflichtet. Das Lehrangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die in unterschiedlichen Rollen an IT-Projekten beteiligt sind - sei es als DV-Leiter, der verantwortlich für die Durchführung eines IT-Projektes ist, oder als Abteilungsleiter, in dessen Abteilung ein neues System eingeführt wird, oder als Fachkraft, die mit einem IT-System arbeitet. Lehrmodule wie "Kommunikation in Unternehmen", "Wissensmanagement", "Prozessmanagement" und "Management der Technikeinführung" vermitteln Kenntnisse und Fertigkeiten, um IT-Projekte aus einer sozio-technischen Perspektive erfolgreich umzusetzen. Die Module sind Teil des Studiums "Master of Organizational Management", das am 1. September mit dem nächsten Durchgang startet, Bewerbungsschluss ist der 15.7.2005.

Weitere Informationen

Gabriele Kunau, Institut für Arbeitswissenschaft der RUB, Tel. 0234/32-27724, E-Mail: gabriele.kunau@rub.de
Dr. Martin Kröll, Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der Ruhr-Universität Bochum, NB 1/74, Tel. 0234/32-23293, E-Mail: martin.kroell@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/iaw

Weitere Berichte zu: Arbeitswissenschaft IAW RUB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie