Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobilfunk der dritten Generation: Weiterentwicklung der TDD-Funktechnologie

04.07.2001


Siemens stärkt seine weltweite Position durch Weiterentwicklung der TDD-Funktechnologie

Als einer der führenden Anbieter für Mobilfunksysteme der dritten Generation (3G) gibt der Siemens-Bereich Information und Communication Mobile (IC Mobile) die Weiterentwicklung der TDD (Time Division Duplex)-Funktechnologie für UMTS bekannt. Neben dem kontinuierlichen Vorantreiben der FDD (Frequency Division Duplex, bekannt auch als W-CDMA)-Funktechnologie folgen Siemens IC Mobile und NEC den Empfehlungen des internationalen Standardisierungsgremiums 3GPP (Third Generation Partnership Project) und vereinheitlichen ihre TDD-basierten Lösungen unter Einbeziehung der mit CATT (China Academy of Telecommunications Technology) entwickelten Funktechnologie TD-SCDMA (Time Division - Synchronous Code Division Multiple Access). Damit treiben Siemens und NEC die globale Standardisierung auf der Produkt- und Lösungsseite voran. Neben FDD werden Siemens IC Mobile und NEC auch mit dem erweiterten und harmonisierten TDD in Asien und Europa einen einheitlichen Standard für 3G bzw. UMTS anbieten.


Innerhalb des Funknetzes für UMTS, genannt UTRA (Universal Terrestrial Radio Access), ist TDD neben FDD als universeller Standard für 3G/UMTS weltweit anerkannt. So wurden in vielen Ländern Europas bereits UMTS-Funklizenzen für TDD an Netzbetreiber vergeben. Im März 2001 schließlich wurde von 3GPP – einer Initiative aller großen internationalen Standardisierungsgremien für Telekommunikation – die weltweite Harmonisierung und Erweiterung des Leistungs-spektrums von TDD verankert. Aufgenommen wurden dabei innerhalb der Spezifikationen für diesen UMTS/3G-Standard auch die zusätzlichen Leistungsmerkmale der in China von Siemens IC Mobile und CATT gemeinsam entwickelten Funktechnologie TD-SCDMA.


Auf zahlreichen Messen und im Testbetrieb bei Kunden hat IC Mobile bereits die generelle Leistungsfähigkeit der TDD-Technologie unter Beweis gestellt. Mit Datenraten von bis zu 2.0 Mbit/s eignet sich diese UMTS/3G-Technologie besonders für asymmetrischen Datenverkehr (z.B. für mobilen Internetzugang) bei sehr effizienter Ausnutzung der Funkfrequenzen. Durch die speziellen Eigenschaften von TDD wird zudem die Einbindung der IP (Internet Protocol)-Technologie wesentlich erleichtert.


Mit der strategischen Entscheidung, TDD in seiner durch TD-SCDMA erweiterten Form als harmonisiertes UTRA TDD global anzubieten, kann IC Mobile eine solide Marktbasis für diese Funktechnologie schaffen. Durch die Standardisierung kann -bei weltweitem Einsatz von UTRA TDD seitens der Netzbetreiber - internationales Roaming sichergestellt werden. Durch die Vereinheitlichung der Technologie auf der Angebotsseite wird zudem die Verfügbarkeit von mobilen Endgeräten in Europa nicht zuletzt über den in China zu erwartenden Absatz abgesichert. Mit der Erweiterung des Leistungsspektrums von UTRA TDD durch TD-SCDMA entsteht für die Technologie ein höheres Marktpotenzial durch die Möglichkeit, UTRA TDD zukünftig beispielsweise auch für den flächendeckenden Einsatz (sog. Makro-Anwendung) anbieten zu können. Darüber hinaus kann die Funktechnologie TD-SCDMA in kommerzieller Form bereits ab Ende 2002 innerhalb bestehender GSM-Netzwerke eingesetzt werden und erlaubt unter Nutzung des 3G-Funkspektrums leistungsfähige Sprach- und Datendienste mit bis zu 384 kbit/s.


"Mit Netzbetreiberkunden in über 75 Ländern weltweit ist es unser Ziel, auf die verschiedenen regionalen Märkte und deren unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, und dabei gleichzeitig die internationale Vereinheitlichung von Mobilfunkstandards auch auf der Lösungsseite voranzutreiben", sagte Dr. Valentin Chapero Rueda, Leiter des Geschäftsgebiets Networks des Bereichs Information and Communication Mobile.


"Mit unserer Entscheidung, UTRA TDD für alle Märkte in weltweit einheitlicher Form anzubieten, folgen wir 3GPP und können sowohl in Asien als auch in Europa mit UTRA FDD (W-CDMA) und UTRA TDD sehr leistungsfähige 3G-Technologien anbieten."


Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Kommunikationsendgeräten, Netzwerktechnik und mobilen Anwendungen ab. Bei den Kommunikationsendgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot die gesamte GSM, GPRS und UMTS Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken für z.B. Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus Diensten für Unified Messaging, ortsabhängigen Diensten und Lösungen für mobiles Bezahlen per Handy. Im Geschäftsjahr 2000 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 9 Mrd. EUR, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) betrug 758 Mio. EUR. IC Mobile beschäftigt weltweit 29.840 Mitarbeiter (31. März 2001).

Florian Kreutz | Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.siemens-mobile.de/mobile

Weitere Berichte zu: Division FDD Funktechnologie TD-SCDMA TDD UMTS UTRA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise