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Energiebranche: Fusions- und Übernahmemarkt gewinnt wieder an Schwung

12.10.2004


Neue PwC-Analyse untersucht globale Transaktionen im Energiesektor im ersten Halbjahr 2004: M&A-Volumen wächst gegenüber Vorjahreszeitraum um 134 Prozent

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Die Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, kurz: M&A) in der globalen Strom- und Gasindustrie übertrafen im ersten Halbjahr 2004 mit einem Gesamtvolumen von 31,4 Milliarden US-Dollar deutlich die Aktivitäten in den letzten sechs Monaten in 2003 (29,7 Milliarden US-Dollar). Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2003, die mit 13,4 Milliarden US-Dollar den Tiefstpunkt in der Branche markiert, konnte sich das Volumen mehr als verdoppeln. Europa blieb die führende Käuferregion in der Strom- und Gasindustrie und vereinigte einen Anteil von 36 Prozent des weltweiten Transaktionsvolumens auf sich. Der Rückzug weiterer US-amerikanischer Energiefirmen aus den internationalen Aktivitäten und die Konzentration auf den Heimatmarkt prägten die USA als die zweitgrößte Käuferregion (29 Prozent). Weltweit fanden im ersten Halbjahr 2004 insgesamt 209 Fusionen und Übernahmen statt, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 205. Größte Transaktion mit deutscher Beteiligung war der Verkauf des britischen Kohlekraftwerkes Cottam an die Düsseldorfer E.ON für 96 Millionen US-Dollar.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Analyse Power Deals - Merger and Acquisition activity in the global electricity and gas market - Half-year Review 2004, die PricewaterhouseCoopers (PwC) jetzt vorgestellt hat. Grundlage der Untersuchung waren alle veröffentlichten nationalen und internationalen Fusionen und Übernahmen von Elektrizitäts- und Gasversorgern in der ersten Jahreshälfte 2004; die Analyse umfasst abgeschlossene und laufende Transaktionen.


Der weltweit größte Deal in den ersten sechs Monaten dieses Jahres war die Veräußerung der australischen Vermögensanteile des US-Versorgers TXU Corporation an die Singapore Power Limited für rund 3,7 Milliarden US-Dollar. An zweiter Stelle rangierte eine innereuropäische Transaktion: die Übernahme der portugiesischen Gas de Portugal durch ein Konsortium italienischer, spanischer und portugiesischer Energiekonzerne für rund 2,9 Milliarden US-Dollar. E.ON erreichte mit dem Cottam-Kauf Platz 51.

Die Konzentration auf den Heimatmärkten nimmt zu

Von Januar bis Juli 2004 verstärkte sich der Trend zu Fusionen und Übernahmen im jeweiligen Heimatmarkt: Insgesamt 139 der 209 Transaktionen von Strom- und Gasunternehmen liefen in den eigenen Landesgrenzen ab. Sie erreichten zusammen weltweit einen Wert von 17,5 Milliarden US-Dollar, was einem Anteil von 56 Prozent und einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 entspricht. Dieser Trend zeigt sich ganz deutlich in Europa, wo sich der Gesamtwert dieser Transaktionen von 2,5 Milliarden US-Dollar im 1. Halbjahr 2003 auf 5,5 Milliarden US-Dollar im 1. Halbjahr 2004 mehr als verdoppelte. "Wir sehen in dieser Konsolidierung in Europa bereits Auswirkungen der EU-Marktliberalisierung von 2004 bis 2007", erklärt Manfred Wiegand, Partner und Leiter des Bereichs Global Utilities bei PwC.

Aufgeteilt nach Sektoren behalten die Stromerzeuger mit 47 Prozent aller Übernahmen den größten Anteil (1. Hälfte 2003: 62 Prozent). Deutlich zugelegt haben an zweiter und dritter Stelle vertikal integrierte Unternehmen mit 29 Prozent (1. Hälfte 2003: fünf Prozent) sowie das Verbrauchergeschäft (Downstream-Sektor) mit 15 Prozent (1. Hälfte 2003: ein Prozent). "Strom- und Gaskonzerne in aller Welt setzen ihre Neupositionierung fort, wobei der europäische Energiemarkt den größten Anteil an Aktivitäten aufweist", so Manfred Wiegand. "Wegen der aus Käufer- und Verkäufersicht mittlerweile wieder angemessenen Preise können wir mit weiteren Transaktionen rechnen."

Die PwC-Analyse Power Deals - Merger and acquisition activity in the global electricity and gas market - Half-year Review 2004 können Sie kostenfrei im pdf-Format herunterladen.

Manfred Wiegand | PriceWaterhouseCoopers
Weitere Informationen:
http://www.pwc.com/powerdeals

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