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IW-Konjunkturprognose 2005 - 2 Prozent Wirtschaftswachstum sind drin

11.10.2004


Die deutsche Wirtschaft hat reelle Chancen, auf einen nachhaltigen Erholungskurs einzuschwenken. Dies ist das Fazit der neuesten Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Danach wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2005 mit 2 Prozent etwas stärker zulegen als in diesem Jahr. Die konjunkturelle Belebung lässt die Zahl der Erwerbstätigen um 180.000 Personen steigen; die Arbeitslosenzahl dürfte um rund 150.000 auf gut 4,2 Millionen zurückgehen. Diesem zuversichtlichen Szenario wird von den IW-Forschern eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 70 Prozent eingeräumt.

Anlass zum Optimismus geben in erster Linie die weiterhin günstige globale Wirtschaftslage sowie die jüngsten Reformen im Rahmen der Agenda 2010. Außerdem geht das IW für das kommende Jahr von rückläufigen Ölpreisen aus. Das Risiko einer erneuten Verteuerung des Rohstoffs ist zwar gegeben, aber nicht allzu wahrscheinlich.

Nach einem Zuwachs von 10 Prozent in 2004 werden die deutschen Ausfuhren im kommenden Jahr trotz der etwas niedrigeren Drehzahl von Weltwirtschaft und -handel abermals um 5½ Prozent zulegen. Die auf- grund der Exporterfolge verbesserte Ertragslage der Unternehmen, der zunehmende Modernisierungsbedarf sowie die günstigeren Rahmenbe- dingungen im Zuge der Steuer- und Arbeitsmarktreformen lassen auch die Investitionstätigkeit in Deutschland wieder anziehen. Bei den Ausrüstungen ist 2005 mit einem Plus von 5 Prozent zu rechnen. Die Bauinvestitionen können immerhin ihre lange Talfahrt beenden und nahezu das Niveau von 2004 erreichen. Auch die privaten Haushalte dürften angesichts des verbesserten Wirtschaftsklimas und der erwarteten Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ihre Zurückhaltung allmählich aufgeben - der private Konsum wird voraussichtlich um real 1 Prozent wachsen.

Ralph Brügelmann, Winfried Fuest, Michael Grömling, Christof Römer, Holger Schäfer: Chancen für eine nachhaltige Erholung - IW- Konjunkturprognose 2005, in: iw-trends 4/2004

Dr. Michael Grömling | IW Köln
Weitere Informationen:
http://www.iw-koeln.de

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