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In Europa gibt es die meisten neuen Millionäre des Milleniums

17.05.2001


Weltweiter Reichtum: Das Vermögen reicher Privatpersonen ist 2000 trotz Börsenkrise weiter gestiegen

Reiche und superreiche Personen sind der Krisenstimmung auf den weltweiten Kapitalmärkten zum Trotz im Jahr 2000 noch reicher geworden. Das Vermögen von Privatanlegern mit einem Kontostand von mehr als einer Millionen Dollar ohne Immobilienvermögen stieg weltweit um sechs Prozent auf 27 Billionen Dollar. Superreiche mit einem Finanzvermögen von mehr als 30 Millionen Dollar gibt es mehr als 57.000 auf der Welt - rund drei Prozent mehr als 1999. Sie verfügen über 8,37 Billionen Dollar. Insgesamt ist die Zahl der Millionäre um 2,9 Prozent auf nahezu 7,2 Millionen gestiegen. Dies geht aus dem heute von Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young veröffentlichten "World Wealth Report 2001", dem fünften Jahresbericht der beiden Unternehmen zu diesem Themenkomplex, hervor.

"Der Anstieg ist in erster Linie auf die im vergangenen Jahr gute Weltkonjunkturlage zurückzuführen", erklärt Arndt Bercher, Vice President im Bereich Financial Services von Cap Gemini Ernst & Young. "Vor allem in den ersten drei Monaten 2000 ist die Zahl vermögender Privatkunden aufgrund des guten Börsenklimas gewachsen. 260.000 Personen stiegen in diesem Zeitraum in den Millionärskreis auf. Ein Drittel von ihnen fiel jedoch im weiteren Verlauf des Jahres - analog zu den fallenden Aktienkursen - wieder unter die magische Grenze", so Bercher weiter. Die zahlenmäßig stärkste Zunahme der Millionäre war in Europa mit sechs Prozent auf die Zahl von 2,3 Millionen zu verzeichnen. Damit haben rund ein Drittel aller Millionäre ihren Wohnsitz auf diesem Kontinent. Allerdings besitzen sie "nur" 26,8 Prozent des weltweiten Privatvermögens. Dennoch hinkt Europa Amerika hinterher: Nach wie vor steckt rund ein Drittel des Privatvermögens in Nordamerika. Als einzige konnten die asiatischen Millionäre im vergangenen Jahr ihr Vermögen nicht steigern. Waren sie noch 1999 auf der Gewinnerseite mit einem Plus von 22 Prozent, sank ihr Vermögen 2000 um rund neun Prozent. Schwer wog vor allem die schlechte Konjunktur in Japan und die Börsenflaute unter anderem in Hong Kong und Singapur.

Für die kommenden Jahre rechnen Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young mit einem weiteren Vermögenszuwachs. Rund 39,7 Billionen Dollar werden, so die Prognose, im Jahr 2005 auf den Konten der Reichen und Superreichen zu finden sein.

Der komplette Report steht ab 15. Mai im Internet unter http://www.de.cgey.com/news/studien/index.html zum download bereit.

Ebenso befindet sich dort der "German Wealth Report 2000" vom Februar 2001 zum download, der sich auf die Reichtumsentwicklung in Deutschland im Jahr 2000 bezieht.

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