Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Budgetsicherheit in Sachen IT kehrt zurück

24.10.2003


Business Intelligence ist Aufsteiger des Jahres



Im kommenden Jahr rechnet bereits ein Drittel der IT-Manager mit höheren IT-Budgets als 2003 - ein Wert, der für das Jahr 2005 dann noch einmal leicht auf etwas über 38 Prozent steigen wird. Dies ergab eine Zwischenumfrage zu den IT-Trends von Cap Gemini Ernst & Young.

... mehr zu:
»IT-Budget


Der Fragenkatalog wurde schon einmal im Dezember 2002 IT-Entscheidern vorgelegt und nun im September 2003 nochmals von 60 Managern aus der damaligen Gruppe telefonisch beantwortet. "Der Fokus vieler Unternehmen dürfte trotz des positiven Ausblicks in einer möglichst kostenneutralen Optimierung der IT-Infrastrukturen und Softwareanwendungen liegen", erläutert Heinz Brommundt von Cap Gemini Ernst & Young die kommenden Herausforderungen. Vor allem die noch im vergangenen Jahr herrschende Verunsicherung in Sachen IT-Budgets werde verschwinden und Raum für Planungssicherheit schaffen. Heute seien es lediglich fünf Prozent, die die Investitionen für die kommenden Jahre nicht einschätzen können. In der Befragung Ende 2002 konnten knapp 17 Prozent der IT-Leiter noch keine Aussage darüber treffen. Die damals geäußerte Unsicherheit bewahrheitete sich dann auch im Laufe des Jahres 2003.

Aufsteiger des Jahres sind Business Intelligence-Systeme. Standen diese Systeme Ende 2002 auf Platz fünf der Liste der wichtigsten Themen, haben sie inzwischen den zweiten Rang erobert. Die Bedeutung von Business Intelligence (BI) schlägt sich auch in den zur Verfügung stehenden Geldmitteln nieder. Mehr als 38 Prozent der IT-Leiter rechnen mit steigenden Budgets. Das deckt sich mit Erfahrungen des BI-Experten und Hochschuldozenten Martin Grothe: "In der vernetzten Ökonomie ist der Umgang mit Informationen ein strategisches Mittel für Unternehmen, um sich im Wettbewerb zu unterscheiden. Business Intelligence beschreibt die analytische Fähigkeit, in vorhandener oder zu beschaffender Information relevante Zusammenhänge und strategische Vorteilspotentiale zu entdecken sowie diese zielgerichtet im Unternehmen verfügbar zu machen", betont Grothe.

BI-Software analysiert Unternehmensdaten, um beispielsweise Produktionskapazitäten flexibler auszulasten, Lagerbestände zu verringern, Artikelsortimente zu optimieren, die tagesaktuellen Verkaufsergebnisse und die Gesamtunternehmensentwicklung zu verfolgen. Dazu extrahiert die Software die Daten aus sämtlichen Datenbank-Systemen und Softwareprogrammen, verknüpft sie neu und analysiert die Informationen mit einem mathematischem Verfahren. Das Marktforschungsinstitut IDC erwartet allein in Westeuropa innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verdoppelung der Umsätze mit BI-Software von 1,25 Mrd. auf rund 2,5 Mrd. Dollar.

Einer der führenden Softwareanbieter ist die schwedische Firma QlikTech, die 1993 gegründet wurde und seit 1998 auch auf dem deutschen Markt tätig ist. "Mit unserer Version 6 von QlikView wollen wir einen neuen Standard für Business Intelligence und Analyse Software etablieren", so Markus Roithmeier, QlikTech-Geschäftsführer in Düsseldorf. QklikView werte Daten schnell und übersichtlich aus, unabhängig von der jeweils vorhandenen Datenquelle. "Die Art der Datenquellen ist mischbar und frei wählbar. Jeder beliebige Wert in jeder Dimension kann als Kriterium einer Abfrage dienen. Die Bedienung erfordert keinerlei Programmierungskenntnisse, die Abfrage erfolgt per Mausklick ohne Vordefinitionen", beschreibt Roithmeier die Vorteile der Software. QlikView-Anwender sollen durchschnittlich nur ein paar Stunden Schulung durchlaufen. "Die schnelle Einführung und Anwendung ist innerhalb weniger Wochen möglich. Die Anpassung an benutzerspezifische Informationsbedürfnisse dauert nur Minuten und kann oftmals durch die Anwender selbst durchgeführt werden. Neue Abfragestrukturen entstehen kurzfristig nach Bedarf. Selbst komplexe Anwendungen wie Balanced Scorecards lassen sich in wenigen Wochen entwickeln", führt Roithmeier aus.

Gunnar Sohn | idw
Weitere Informationen:
http://www.cgey.com
http://www.qliktech.de

Weitere Berichte zu: IT-Budget

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
29.01.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics